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Großeinsatz im Bückeburger Bahnhof - Feuerwehrleute retten Schwerstverletzte aus GleisDachzeile

Frau von Zug erfasst

BÜCKEBURG. Am Bahnhof von Bückeburg ist es am Montagnachmittag gegen 16.20 Uhr zu einem schweren Unfall gekommen. Eine 73-jährige Frau wurde von einem Zug erfasst.

veröffentlicht am 20.05.2019 um 17:19 Uhr
aktualisiert am 20.05.2019 um 21:18 Uhr

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Nach bisherigen Ermittlungen der für Bahnanlagen zuständigen Bundespolizei war der Regionalexpress 60 von Minden kommend auf dem Weg nach Braunschweig. Das Unglück geschah, als der Zug in den Bahnhof einfuhr. Der Lokführer der Westfalenbahn führte sofort eine Notbremsung durch.

Die Integrierte Regionalleitstelle in Stadthagen löste nach dem ersten Notruf Großalarm für Feuerwehr und Rettungsdienst aus. Die Feuerwehren Bückeburg-Stadt, Meinsen-Warber-Achum und Rusbend rückten aus. Zusätzlich habe man Spezialisten der Stadtfeuerwehr für die Einsatzleitung und Bahnerdung alarmiert, erklärt Feuerwehrsprecher Moritz Gumin.

Ein Notarztteam versorgte das Opfer. Die  73-Jährige lag unter dem Personenzug. Einsatzleiter Oliver Liese ließ den Zug langsam ein kleines Stück zurücksetzen, um die Verletzte so schonend wie möglich retten zu können. Auf einem speziellen Rettungsbrett fixiert wurde das Unfallopfer von Feuerwehrleuten aus dem Gleisbett gerettet. Ein Notarztteam brachte die Frau ins Klinikum.

Da sich zum Zeitpunkt des Unglückes rund 200 Fahrgäste in dem Zug befanden, löste die Leitstelle auch Alarm für die Örtliche Einsatzleitung des Rettungsdienstes aus. Neben dem Leitenden Notarzt und Notfallsanitätern kümmerte sich auch ein Notfallseelsorger um den Lokführer und die Personen im Zug. Retter brachten auch den Lokführer ins Krankenhaus.

Der Zugverkehr wurde für mehr als eine Stunde komplett eingestellt. Erst danach konnte eines der fünf Gleise wieder freigegeben werden. S-Bahnen und Regionalexpresse verspäteten sich weit über eine Stunde oder fielen komplett aus. Nach Angaben eines Notfallmanagers der Deutschen Bahn wurden die ICE-Züge in den Bahnhöfen angehalten. Ein Schienenersatzverkehr sei zudem eingerichtet worden.

Beamte der Polizei Bückeburg sicherten Spuren. Ermittler der zuständigen Bundespolizei Hannover nahmen noch am Nachmittag ihre Untersuchungen auf. „Wir ermitteln derzeit in alle Richtung“, sagte Britta Sell, Sprecherin der Bundespolizeidirektion Hannover am Abend auf Anfrage unserer Zeitung.

Hinweis: In einer frühen Version des Artikels schrieben wir, das Opfer sei ein 15-jähriges Mädchen. Das war eine Fehlinformation, die wir sehr bedauern.




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