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Unfalltragödie auf der B 83 / Kollision nach Überholmanöver / 61-Jähriger verletzt

Für Autofahrer kommt jede Hilfe zu spät

LUHDEN. Auf der Bundesstraße 83 bei Luhden hat sich am Montagnachmittag ein schwerer Unfall ereignet – ein 22 Jahre alter Mann aus dem Kalletal ist dabei uns Leben gekommen. Feuerwehrleute aus Luhden, Buchholz und Bad Eilsen trennten nach dem Crash mit schwerem Gerät die Beifahrertür des völlig demolierten Kleinwagens ab. Ein Notarztteam versuchte noch, den Autofahrer zu reanimieren – vergeblich. Der junge Mann starb noch an der Unfallstelle.

veröffentlicht am 04.11.2019 um 18:48 Uhr
aktualisiert am 05.11.2019 um 10:30 Uhr

Leonhard Behmann

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Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war der 22-Jährige mit einem VW Polo auf der B 83 in Richtung Steinbergen unterwegs, als er den Renault eines Hamelners (45) überholte. „Beim Einscheren hat der 22-Jährige den Renault am Kotflügel touchiert“, erklärt Hauptkommissar Matthias Auer. Der Polo sei danach ins Schleudern und auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort prallte er seitlich mit einem entgegenkommenden Ford S-Max eines 61 Jahre alten Mannes aus Bad Eilsen zusammen. Der Ford drückte sich tief in den Polo hinein.

Retter kümmerten sich auch um den Fahrer des Ford. Er wurde bei dem heftigen Aufprall verletzt und mit einem Rettungswagen ins Klinikum Schaumburg nach Vehlen gebracht. Der Hund des Mannes sei ebenfalls verletzt worden, berichtete ein Ermittler. Um ihn kümmerten sich zunächst Feuerwehrleute.

Einsatzleiter Thomas Hahne ließ mit einem hydraulischen Spreizer die völlig demolierte Motorhaube des Ford öffnen. „Anders wären wir nicht an die Fahrzeugbatterie rangekommen, um sie abzuklemmen“, erklärt der stellvertretende Gemeindebrandmeister. Die Ermittler der Polizei zogen eine Kriminaltechnikerin der Polizei Bückeburg hinzu. Unfallanalytiker markierten zahlreiche Stellen auf dem Asphalt und machten von einer Leiter aus Fotos. Die Polizei setzte das sogenannte Phidias-Verfahren (Photogrammetrisches Interaktives Digitales Auswerte-System) ein. Phidias ist ein rechnerunterstütztes Tatortaufnahmesystem, mit dem anhand von Fotos maßstabsgerechte Skizzen angefertigt werden können. Feuerwehrleute unterstützten die Ermittlungsarbeiten und leuchteten die Einsatzstelle aus.

Die Bundesstraße war bis in die späten Abendstunden in beide Richtungen voll gesperrt. Es kam zu Staus.




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