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Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz

Großaufgebot der Polizei sucht in Stadthagen nach Kriegswaffen

Eine Einsatzhundertschaft der Polizei hat am Mittwochmorgen mehrere Objekte eines Stadthäger Geschäftspaares durchsucht. Dabei geht es um mögliche Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz sowie gegen das Waffengesetz.

veröffentlicht am 27.02.2019 um 11:31 Uhr
aktualisiert am 27.02.2019 um 17:42 Uhr

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STADTHAGEN. Gegen 7 Uhr am Mittwochmorgen fuhren die Polizeibullis sowie Lastwagen der sogenannten Technischen Einheit an der Niedernstraße, am Georgschacht, an der Bergstraße sowie in Enzen an der Stadthäger Straße vor. Es galt, zwei große Lagerhallen sowie Wohn- und Geschäftsräume zu durchsuchen, unter anderem mit schweren Gerätschaften wie einem Unimog. Zahlreiche Polizisten aus Hannover sind im Einsatz. Hinzu kommen zwölf Sprengstoffspürhunde.

Mit dabei ist auch die sogenannte Beweis- und Festnahmeeinheit der Polizei. Wie ein Behördensprecher mitteilt, konnte nicht ausgeschlossen werden, dass es zu Widerstandshandlungen während des Einsatzes kommt. Dies war bis zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht der Fall.

Aufgrund der Größe der Liegenschaften zieht sich der Einsatz bis in den Nachmittag hinein. Wie ein Polizeisprecher mitteilt, konnten die Beamten Gegenstände sichern. Inwiefern diese aber strafrechtlich relevant sind, könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden.

Wie die Staatsanwaltschaft in Bückeburg mitteilt, fußt der Großeinsatz auf einen Zufallsfund im November 2018. Wie berichtet, lief zu diesem Zeitpunkt ein Ermittlungsverfahren gegen das Ehepaar wegen des Verdachts der illegalen Beschäftigung. Bei dieser Durchsuchung stießen Zoll und Polizei auf Wehrmachtsmunition sowie vier scharfe Langwaffen. Dafür konnten der 48-Jährige und seine 49-jährige Ehefrau allerdings keine Besitzkarten vorweisen. Sie wurden sichergestellt.

Drei Monate später folgte dann der Großeinsatz. Die große Zeitspanne begründen die Behörden mit dem enormen Planungsaufwand. Nach Angaben von Staatsanwalt Nils-Holger Dreißig sind die Stadthäger bis dato strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten. Allerdings laufen die beiden Ermittlungsverfahren – wegen illegaler Beschäftigung sowie dem Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz sowie gegen das Waffengesetz – derzeit parallel. Bei Erstgenanntem handelt es sich um einen Verbrechenstatbestand, der mit einer Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu fünf Jahren bestraft wird.

von Verena Gehring




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