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Großeinsatz

Großeinsatz im Auetal: Acht Kilometer lange Ölspur

AUETAL. Zahlreiche Straßen schimmerten am Donnerstag in Regenbogen-Farben. Diesel war in großen Mengen ausgelaufen. Teilweise waren Kreisstraßen auf der gesamten Fahrbahnbreite verunreinigt. Die Dieselspur löste einen großen Ölbekämpfungseinsatz aus. Stundenlang waren Straßenmeisterei, Ordnungsamt, Polizei und ein privates Unternehmen im Einsatz.

veröffentlicht am 20.12.2018 um 18:06 Uhr
aktualisiert am 15.02.2019 um 18:20 Uhr

Eine bunt schillernde Dieselspur zieht sich durch mehrere Ortschaften – sie ist acht Kilometer lang. Foto: leo
Leonhard Behmann

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AUETAL. Zahlreiche Straßen haben am Donnerstag in Regenbogen-Farben geschimmert. Diesel war in großen Mengen ausgelaufen. Teilweise waren Kreisstraßen auf der gesamten Fahrbahnbreite verunreinigt. Die Dieselspur löste einen großen Ölbekämpfungseinsatz aus. Stundenlang waren Straßenmeisterei, Ordnungsamt, Polizei und ein privates Unternehmen im Einsatz.

Nach Angaben von Ordnungsamtsleiter Olaf Humke zog sich die kilometerlange Ölspur von Rolfshagen über die Bernser Landwehr, Bernsen, Borstel, Poggenhagen, Kathrinhagen, Westerwald und Rehren bis nach Hattendorf. Nach Schätzungen der Straßenmeisterei ist die Dieselspur mindestens acht Kilometer lang. Polizei und Ordnungsamt fahnden nach dem Verursacher. Bisher fehlt von ihm jede Spur.

Die Straßenmeisterei forderte am Vormittag eine Spezialfirma an. Der Umwelt-Kommunal-Service aus Lauenau rückte mit einer Spezialmaschine an. Mit ihr kann die Asphaltdecke porentief gereinigt werden. Das Spezialfahrzeug sprüht Wasser mit einem Druck von 200 bar auf die verschmutzte Fahrbahn. Dadurch wird der Diesel vom Belag entfernt. Anschließend wird das Wasser-Öl-Gemisch in einen Tank gesaugt. Sie soll die verschmutzten Straßen reinigen. Der Einsatz zog sich über Stunden hin. Der Maschinist musste die Straßen mehrere Male abfahren.

Mit einer Spezialmaschine wurde die glitschige Straße porentief gereinigt. Foto: leo

Ölspur nicht nur für die
Umwelt eine Gefahr

Die glitschige Spur stellt nicht nur für die Umwelt eine Gefahr dar. „Auch für Auto- und Kradfahrer ist sie gefährlich. Es können dadurch Unfälle passieren“, sagt Humke. Die Kosten für den teuren Einsatz werden die Gemeinde Auetal und das Land Niedersachsen tragen müssen, wenn der Verursacher nicht gefunden wird.

Hinweise zum möglichen Verursacher nimmt die Polizei in Rinteln, Telefon (0 57 51) 9 54 50, entgegen. Die Beamten ermitteln wegen Umweltverschmutzung – gegen unbekannt.




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