weather-image
Einsatzkräfte beginnen mit Abtrag des einsturzgefährdeten Hauses

Hausbesitzerin wird weiter vermisst

KLEINENBREMEN. Einsatzkräfte des THW und beauftragte Firmen haben am Mittwochmorgen mit dem Abtrag der einsturzgefährdeten Brandruine an der Rintelner Straße in Kleinenbremen begonnen. Bis zum späten Nachmittag hatten sie nach Angaben der Einsatzkräfte vor Ort noch keine Spur von der vermissten Hausbesitzerin gefunden, die unter den Trümmern des Hauses vermutet wird.

veröffentlicht am 10.10.2018 um 16:31 Uhr

Erst mit Baggern und dann in Handarbeit wurde in der Brandruine nach der vermissten Frau gesucht – bis zum späten Nachmittag ohne Erfolg. Foto :rc
4299_1_orggross_r-cremers

Autor

Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite

Die 57-jährige Bewohnerin des Hauses hatte sich beim Ausbruch des Brandes vermutlich in dem Gebäude befunden, wie die Polizei Minden-Lübbecke gegenüber der Presse mitteilte. Dafür spricht auch, dass ihr Auto auf dem Hof steht. Angehörige warteten auch am Mittwoch in schwer zu ertragender Ungewissheit vor dem Haus.

Einsatzkräfte des THW und ein Privatunternehmen hatten bis zum Nachmittag die beiden einsturzgefährdeten Giebel abgetragen. Auch die Berufsfeuerwehr Porta Westfalica war vor Ort, ebenso das Ordnungsamt der Stadt Porta. Mithilfe der Drehleiter wurden Balken des Dachstuhls auseinandergesägt, damit nicht – durch einen Dominoeffekt – weitere Gebäudeteile einstürzen.

Zwei Bagger räumten vorsichtig die gröbsten Trümmerteile zur Seite. Danach begannen die Helfer des THW in Handarbeit sich weiter in die Brandruine vorzuarbeiten – unter den wachen Augen der Kriminaltechniker der Polizei und einem Brandsachverständigen einer Versicherung. Mit Einbruch der Dunkelheit sollen die Arbeiten abgebrochen werden. Sie werden dann am Donnerstag fortgesetzt. Im Einsatz waren THW-Gruppen aus Bünde und Minden.

Im Verlauf des Tages war es Arbeitern auch gelungen, das Haus von der Stromversorgung zu trennen. Der Verteilerkasten befindet sich unmittelbar unter einem der Giebel und konnte nicht erreicht werden. Eine Gasleitung gibt es entgegen anderslautenden Meldungen nicht.

Wie berichtet war das Haus in der Nacht von Montag auf Dienstag abgebrannt. Einsatzkräfte waren bis zum Nachmittag im Einsatz, um letzte Brandnester zu löschen.

Die Rintelner Straße bleibt bis auf Weiteres zwischen der Einmündung Alte Straße und der Straße „Emme“ in beide Richtung voll gesperrt. Inzwischen ist eine Umleitung eingerichtet. Immer wieder kommt es vor den Sperren zu Diskussionen mit uneinsichtigen Verkehrsteilnehmern, die trotzdem durch wollen. Leidtragende war auch eine Fahrradgruppe, die über Todenmann nach Rinteln wollte. Sie musste auf der anderen Seite über Bad Eilsen und Steinbergen einen großen Umweg fahren.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare