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THW-Helfer erneut alarmiert / Einsatz in Meppen / Bewohner dankbar

„Helden gibt es nicht nur im Märchen“

LANDKREIS. Erneut sind ehrenamtliche Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) aus dem Schaumburger Land alarmiert worden, um im Emsland zu helfen. Diesmal ging es darum, den geordneten Rückbau zu koordinieren. Logistiker des THW Stadthagen sorgten dafür, dass der Abbau einer auf dem Kasernengelände errichteten Zeltstadt für 500 Helfer reibungslos vonstatten ging. Aber auch Manpower war gefragt.

veröffentlicht am 08.10.2018 um 17:28 Uhr

Emsländer bedanken sich bei den Helfern aus Schaumburg. Kinder malen Bilder, Erwachsene schreiben Dankesbriefe. THW-Helfer Thomas Gralki aus Stadthagen freut sich. Foto: leo
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Leonhard Behmann Volontär zur Autorenseite

„Wenige Stunden nachdem Mitglieder unseres Zugtrupps nach Meppen gefahren sind, wurde auch unsere zweite Bergungsgruppe alarmiert“, erzählt Zugführer Felix Blohm. Feldbetten und Großzelte mussten abgebaut, Stromkabel aufgerollt und Sanitär-Container auf Lastwagen verladen werden - ein schweißtreibender Job, den die THW-Helfer ohne zu murren routiniert in ihrer Freizeit erledigten.

Schon während der heißen Phase des Löscheinsatzes waren Schaumburger im Moorbrand-Einsatz. Die Bevölkerung bedankte sich auf ihre Art bei den Freiwilligen von THW und Feuerwehr. „Helden gibt es nicht nur im Märchen. Es gibt sie wirklich auf dieser Welt. Ich habe sie gesehen“, schrieb eine junge Frau den Einsatzkräften - und fügte hinzu: „Es ist schön, dass ihr hier seid.“

THW-Helfer wurden „blaue Engel“ genannt - weil sie im In- und Ausland helfen, wo Not am Mann ist. Ehrenamtliche THW-Helfer aus dem Schaumburger Land waren tagelang beim Moorbrand im Raum Meppen im Einsatz. In einer Berufsschule hatten Kräfte aus Stadthagen 400 Feldbetten aufgestellt, damit sich erschöpfte Helfer ausruhen konnten. Helfer aus Rinteln hatten jede Mengen Betten ins Emsland gebracht. Und ein Rintelner, der Mitglied beim Ortsverband Bückeburg ist, lieferte nachts mit einem Tankwagen Diesel aus, damit die Hochleistungspumpen und Stromaggregate niemals ausgingen.

Der am 3. September bei einem Raketentest ausgelöste Moorbrand ist noch nicht gelöscht. Am Montag teilte die Bundeswehr mit, die Lage sei ruhig. „Es gibt noch einzelne kleine Glutnester an bekannten Orten, die gezielt gelöscht werden.“ Soldaten lassen Drohnen aufsteigen, um Brandnester aufzuspüren. Am Dienstag wird ein Aufklärungstornado erneut das Brandgebiet überfliegen und dabei Infrarot-Aufnahmen anfertigen.




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