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Großeinsatz nach Unfall / Hubschrauber landet / Autobahn rund fünf Stunden gesperrt

Karambolage auf A2 – sechs Verletzte

LANDKREIS. In den ersten Stunden des neuen Jahres hat sich auf der inzwischen für ihre Unfallhäufigkeit berüchtigten Autobahn 2 zwischen den Anschlussstellen Bad Eilsen und Auetal erneut ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Bei der Karambolage, in die ein Lastwagen und vier Autos verwickelt waren, wurde ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge sechs Menschen verletzt - vier davon schwer.

veröffentlicht am 01.01.2019 um 17:34 Uhr
aktualisiert am 01.01.2019 um 18:50 Uhr

Die Unfallstelle: Feuerwehrleute mussten aus dem Mercedes zwei Menschen retten. Foto: la
Leonhard Behmann

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Leonhard Behmann Volontär zur Autorenseite

Zunächst sei gegen 9.30 Uhr der Mazda eines 59 Jahre alten Fahrers in Höhe der Autobahnraststätte Auetal Süd auf der regennassen Fahrbahn ins Schleudern geraten. Der Wagen kam schließlich an der Mittelschutzplanke zum Stehen. „Der Fahrer wurde leicht verletzt und konnte mithilfe von Ersthelfern den Wagen verlassen“, sagt Polizeisprecherin Antje Heilmann.

Der Fahrer (33) eines Sattelzuges sicherte die Unfallstelle ab, als sich auf der linken Spur der Mercedes eines 79 Jahre alten Mannes näherte. „Offenbar bemerkte er die Unfallstelle zu spät“, sagt Heilmann. Nach den bisherigen Ermittlungen des Verkehrsunfalldienstes Hannover kollidierte die Limousine mit einem auf der mittleren Spur fahrenden VW Golf. Der Mercedes prallte schließlich gegen den verunglückten Mazda. Der Mercedes sei dann nach rechts in Richtung Standstreifen geschleudert, wo der Sattelzug und ein Seat Ibiza von weiteren Ersthelfern abgestellt worden war, erklärt Heilmann. Die Insassen des Seats, zwei Frauen (31 und 23 Jahre alt), wurden bei dem Aufprall schwer verletzt. Die 23-Jährige musste mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 4“ in die Medizinische Hochschule nach Hannover geflogen werden. Auch der Mercedes-Fahrer und seine 77 Jahre alte Beifahrerin seien schwer verletzt worden, hieß es. Sie wurden von zwei Notarztteams behandelt und mit Rettungswagen in Kliniken gebracht. Der Fahrer des VW Golf wurde leicht verletzt. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt.

Da zunächst davon ausgegangen worden war, dass zwei Personen eingeklemmt wurden, löste die Rettungsleitstelle Großalarm für Feuerwehr und Rettungsdienst aus. Neben den Feuerwehren Eilsen, Luhden und Buchholz rückten auch mehrere Rettungs- und Notarztfahrzeuge aus. Die Leitstelle hatte das Einsatzstichwort „Massenanfall von Verletzten“, kurz MANV ausgelöst, da von zehn Verletzten ausgegangen worden war.

Rettungshubschrauber „Christoph 4“ landet auf der A2. Foto: la

„Die erste Meldung bestätigte sich zum Glück nicht“, sagt der stellvertretende Ortsbrandmeister von Luhden, Frank Wolf, der den Einsatz geleitet hat. „Auf der Anfahrt zu Einsatzstelle hieß es, zwei Menschen seien eingeklemmt, davon einer in der Heckklappe eines Autos“, sagt Wolf. Die Feuerwehrleute mussten jedoch nur den Fahrer des Mercedes aus dem Auto „patientenschonend retten“. Mit einem Spezialbrett holten die Freiwilligen den Mann aus dem Wrack. Auch der Beifahrerin mussten die Retter helfen, das Auto zu verlassen. „Die Feuerwehr Buchholz stellte den Brandschutz an der Unfallstelle sicher und überwachte die Landung des Rettungshubschraubers“, sagt Einsatzleiter Wolf.

Die A2 war in Fahrtrichtung Berlin für rund fünf Stunden lang voll gesperrt. Es kam zu großen Verkehrsbehinderungen, kilometerlange Staus bildeten sich – auch auf den Umleitungsstrecken bildeten sich Staus. Ein Spezialunternehmen aus Lauenau musste nach der Bergung die Asphaltdecke porentief reinigen. Über die Höhe des Sachschadens konnte die Polizei noch keine Angaben gemacht werden. Die Polizei bittet Zeugen, insbesondere die Ersthelfer, die vor Eintreffen der Beamten weitergefahren sind, sich unter (0511) 1091888 zu melden.




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