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Brand in Wohnhaus in Röhrkasten / Feuer vermutlich im Obergeschoss ausgebrochen

Knochenjob für Feuerwehrmann

veröffentlicht am 25.03.2020 um 08:08 Uhr
aktualisiert am 25.03.2020 um 13:50 Uhr

Kerstin Lange

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Redakteurin zur Autorenseite

RÖHRKASTEN. Die meisten Einsatzkräfte der Feuerwehren Obernkirchen und Bückeburg sind am frühen Mittwochmorgen aus dem Schlaf gerissen worden. In Röhrkasten, in der Breslauer Straße, brannte um kurz vor 6 Uhr ein Wohnhaus.

„Der Alarm erreichte uns um 5.50 Uhr und das war wohl das große Glück der betroffenen Hausbewohner“, erklärt Einsatzleiter Fritz Kranz von der Ortsfeuerwehr Röhrkasten. „Die Einsatzkräfte waren sehr schnell vor Ort.“

Innerhalb kürzester Zeit waren die Feuerwehrleute aus Röhrkasten, Krainhagen, Obernkirchen und die Bückeburger Drehleiterbesetzung am Brandort. Das Feuer war auf einem Balkon im Obergeschoss eines Zweifamilienhauses ausgebrochen.

„Dort brannte ein Rattansofa“, sagte Kranz. „Zu der Ursache kann ich nichts sagen.“

Schnell war das Feuer von außen gelöscht worden. Im Gebäude kontrollierten Atemschutzgeräteträger, insgesamt waren vier Trupps mit jeweils zwei Feuerwehrleuten im Einsatz, ob es weitere Brandherde gab. Das war allerdings nicht der Fall. Die Löscharbeiten von außen reichten daher aus und der Schaden konnte begrenzt werden. Durch den Brand wurde zwar der Balkon erheblich beschädigt und ein Wohnraum leicht in Mitleidenschaft gezogen, aber es hätte schlimmer ausgehen können.

„Wenn wir nur vier oder fünf Minuten später am Einsatzort gewesen wären, dann hätte das Haus in Vollbrand gestanden und der Schaden wäre wesentlich höher gewesen. Ich möchte ausdrücklich die Einsatzkräfte loben, die so flott waren“, stellte Kranz fest.

Da auch Flammen ins Unterdach gezogen waren, mussten in dem Bereich oberhalb der Brandstelle einige Ziegel abgenommen werden.

Dazu sicherten die Einsatzkräfte aus Bückeburg einen ihrer Feuerwehrleute über ein Seil, das über die Drehleiter geführt wurde. Der Feuerwehrmann löste die Ziegel, um an die Dämmung und somit an Brandnester darunter zu kommen. Ein Knochenjob, denn, der Feuerwehrmann musste mit der schweren Ausrüstung des Atemschutzgerätes auf dem rutschigen Dach hantieren.

Um 7.50 Uhr war der Einsatz beendet und die insgesamt 72 Feuerwehrleute konnten einrücken.

Häufig zu hören waren während des Einsatzes die Worte „Abstand halten!“.

„Ja, selbstverständlich versuchen wir auch den Corona-Abstand so gut wie möglich einzuhalten. Schließlich wollen wir weiterhin für die Bürger einsatzfähig bleiben“,stellte Kranz dazu fest.




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