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Feuer in Kleinenbremen: Polizei geht davon aus, dass es sich um vermisste Bewohnerin handelt

Leichnam in Brandruine gefunden

KLEINENBREMEN. Einsatzkräfte des THW und beauftragte Firmen haben am Mittwochmorgen mit dem Abtrag der einsturzgefährdeten Brandruine an der Rintelner Straße in Kleinenbremen begonnen. Bei der Suche nach der vermissten Bewohnerin des Fachwerkhauses entdeckten sie am Abend einen Leichnam in den Trümmern. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die 57-Jährige handelt. Letzte Sicherheit erhoffen sich Staatsanwaltschaft und Polizei von weitergehenden Untersuchungen des Leichnams, teilte die Polizei Minden Lübbecke gegenüber der Presse mit.

veröffentlicht am 11.10.2018 um 10:15 Uhr
aktualisiert am 11.10.2018 um 11:00 Uhr

Erst mit Baggern und dann in Handarbeit wird in der Brandruine nach der vermissten Frau gesucht – bis am Abend ein Leichnam entdeckt wird. Foto: rc
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite

Die Frau hatte sich beim Ausbruch des Brandes damit offensichtlich in dem Gebäude befunden. Dafür hatte auch gesprochen, dass ihr Auto auf dem Hof stand.

THW und ein Privatunternehmen hatten bis zum Mittwochnachmittag die beiden einsturzgefährdeten Giebel abgetragen. Auch die Berufsfeuerwehr Porta Westfalica war vor Ort, ebenso das Ordnungsamt der Stadt Porta. Mithilfe der Drehleiter wurden Balken des Dachstuhls auseinandergesägt, damit nicht – durch einen Dominoeffekt – weitere Gebäudeteile einstürzen. Zwei Bagger räumten vorsichtig die gröbsten Trümmerteile zur Seite.

Danach begannen die Helfer des THW in Handarbeit, sich weiter in die Brandruine vorzuarbeiten – unter den wachen Augen der Kriminaltechniker der Polizei und dem Brandsachverständigen einer Versicherung. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit gegen 19.45 Uhr wurde der Leichnam schlussendlich im Bereich des Wohnzimmers gefunden – dort, wo sich die Frau bevorzugt aufgehalten hatte. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits Lichtmasten aufgebaut worden, um die Suche auch am Abend und der folgenden Nacht fortsetzen zu können. Im Einsatz waren THW-Gruppen aus Bünde und Minden mit insgesamt 30 Einsatzkräften..

Im Verlauf des Tages war es Arbeitern auch gelungen, das Haus von der Stromversorgung zu trennen. Der Verteilerkasten befindet sich unmittelbar unter einem der Giebel und konnte nicht erreicht werden. Eine Gasleitung gibt es entgegen anderslautenden Meldungen nicht. Wie berichtet war das Haus in der Nacht von Montag auf Dienstag abgebrannt.




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