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Arbeiter in Klinik / hoher Kohlendioxidwert gemessen

Löscheinsatz in Werkshalle

OBERNKIRCHEN. In einer Industriehalle am Rösehof in Obernkirchen ist am frühen Dienstagmorgen ein Feuer ausgebrochen. Feuerwehrleute bekämpften die Flammen unter schwerem Atemschutz. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen und den Brandort beschlagnahmt.

veröffentlicht am 12.06.2018 um 17:12 Uhr
aktualisiert am 12.06.2018 um 18:10 Uhr

Feuerwehreinsatz am Rösehof: Einsatzkräfte löschen in der Werkshalle das Feuer. Zahlreiche Feuerwehrfahrzuge sind angerückt. Foto: Polizei
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Leonhard Behmann Volontär zur Autorenseite
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OBERNKIRCHEN. In einer Industriehalle am Rösehof in Obernkirchen ist am frühen Dienstagmorgen ein Feuer ausgebrochen. Gegen 6 Uhr habe ein Mitarbeiter, der gerade zum Dienst gekommen war, eine starke Rauchentwicklung in der Werkshalle entdeckt, sagte Polizeisprecher Matthias Auer. Sofort alarmierte der Mann die Feuerwehr. Mit einem Pulverlöscher habe der Ersthelfer versucht, die Flammen noch vor Eintreffen der Feuerwehr zu bekämpfen, hieß es. „Dabei hat sich der Mitarbeiter verletzt“, berichtet die Polizei in Bückeburg. Der Mann wurde von Notfallsanitätern behandelt und mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. „Er hat vermutlich eine Rauchgasvergiftung erlitten“, sagte Auer auf Anfrage der SZ/LZ. Feuerwehrleute rüsteten sich mit schwerem Atemschutz aus und verlegten Schlauchleitungen. Freiwillige aus Obernkirchen erkundeten die zunächst unklare Lage. In der Halle werden Industriebehältnisse gereinigt. „Das Gebäude war stark verqualmt – es brannte ein Reinigungsofen. Wir konnten ein Übergreifen der Flammen auf die in der Nähe lagernden Gegenstände, darunter Holzpaletten, verhindern“, erzählt Obernkirchens Ortsbrandmeister Markus Engelhardt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und den Brandort beschlagnahmt. „Nach den derzeitigen Ermittlungsstand befand sich in dem Reinigungsofen ein Motor, der gesäubert werden sollte. Durch Erhitzen wird Altöl im Motor flüssig und kann dann rauslaufen“, erklärte ein Ermittler der Polizei Obernkirchen. Der Ofen habe sich vermutlich in der Nacht überhitzt und dadurch Feuer gefangen, so die Polizei. „Die Ursache steht noch nicht fest – wir ermitteln noch. Auch das Gewerbeaufsichtsamt und der Landkreis Schaumburg haben Ermittlungen aufgenommen“, erklärt Auer.

In der Werkshalle sei ein hoher Kohlendioxid-Wert gemessen worden. „Wir mussten deshalb die gesamte Halle für einige Zeit zunächst einmal sperren – kein Arbeiter durfte rein“, so Auer. Noch könne der Schaden, der durch das Feuer entstanden sei, nicht beziffert werden, erklärte die Polizei auf Nachfrage.

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