weather-image
16°
×

Tatverdächtige randalieren / Polizei schnappt die Gesuchten - sie sind wieder auf freien Fuß

Mit faustgroßen Steinen - Asylbewerber attackiert

OBERNKIRCHEN. Ein 29 Jahre alter Asylbewerber ist nach Angaben der Polizei am Samstagabend durch gezielte Steinwürfe verletzt worden. Zuvor sei es zu Auseinandersetzungen gekommen, heißt es. In der Nacht von Freitag auf Samstag hätten zwei Liberianer (20 und 21 Jahre alt) mit Wohnsitz in Obernkirchen ein Fenster und eine Tür eines Mehrfamilienhauses am Taubenweg, in dem das Opfer – ein Ivorer - wohnt, eingeschlagen. „Die Männer sollen die Scheibe und die Glastür, die in das Mehrfamilienhaus führt, mit Steinen zerstört haben“, sagt Hauptkommissar Matthias Auer. Wenige Stunden später seien die Täter, die ebenfalls Asylbewerber sind und in Obernkirchen wohnen, erneut zu der Wohnung des 29-Jährigen zurückgekehrt, berichtet Auer.

veröffentlicht am 12.08.2019 um 17:13 Uhr
aktualisiert am 12.08.2019 um 18:03 Uhr

Leonhard Behmann

Autor

Redakteur zur Autorenseite

Der 29-Jährige habe die Männer in seine Wohnung gelassen, heißt es. „Sie hatten vorgetäuscht, sich für die Sachbeschädigungen entschuldigen zu wollen. In der Wohnung kam es dann aber zu einem Streit“, erklärt der Hauptkommissar. Die 20 und 21 Jahre alten Männer hätten einen Fernseher aus der Wandverankerung gerissen und zerstört, heißt es von der Polizei.

„Am Abend gegen 20 Uhr eskalierte dann die Situation zwischen den Aggressoren und dem Ivorer völlig“, sagt Auer. „Die Liberianer stehen im Verdacht, den 29-Jährigen durch das gezielte Werfen mit faustgroßen Steinen aus kurzer Distanz verletzt zu haben“, erklärt der Hauptkommissar. Tatort war der Marktplatz. Passanten hätten eingegriffen und versucht, den Streit zu schlichten. „Dabei wurde ein 49 Jahre alter Mann aus Hessisch Oldendorf geschlagen und um ein Haar von einem Stein getroffen“, sagt Polizeisprecher Matthias Auer. Der Mann sei zum Glück nicht verletzt worden. Ein weiterer helfender 53 Jahre alter Obernkirchener sei ins Gesicht gespuckt und körperlich attackiert worden. Der Ivorer konnte derweil mit einem Fahrrad vor den Angreifern flüchten.

Die Polizei leitete umgehend eine sogenannte Nahbereichsfahndung ein. Alle verfügbaren Streifenwagen aus Bückeburg und Stadthagen beteiligten sich an der Suche nach den flüchtigen Tätern – mit Erfolg. Einsatzkräfte hätten die Männer im Stadtgebiet aufgegriffen, sagte Auer. „Bei den Personendurchsuchungen fanden die Beamten bei den Männern Drogen. Der 20-Jährige hatte zudem ein Messer mit einer Klingenlänge von 18 Zentimetern dabei. Es steckte im hohen Schaft seines Schuhes“, berichtet Hauptkommissar Matthias Auer auf Nachfrage dieser Zeitung. Auf Anordnung des Amtsgerichts Bückeburg seien die Tatverdächtigen in Gewahrsam genommen worden - zur Verhinderung weiterer Straftaten. Ein Arzt haben den Männern Blut abgenommen - es soll auf Alkohol und Drogen untersucht werden. Die Polizei leitete mehrere Strafverfahren ein - wegen des Tatverdachts der Körperverletzung, der gefährlichen Körperverletzung, dem Verstoß gegen das Waffengesetz, den Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz und wegen Beleidigung. Die Männer seien mittlerweile wieder auf freiem Fuß, heißt es seitens der Polizei.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige