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Zwei Mal muss die Polizei einschreiten

Rabeneltern kümmern sich nicht

BÜCKEBURG/LUHDEN. Eltern, Erziehungsberechtigte oder andere Verantwortliche haben hin und wieder grundlegende andere Auffassungen, wenn es um die Betreuung und Erziehung ihrer Kinder geht. Geht etwas schief, ist oft die Polizei gefordert, um die Kinder zu beruhigen und gemeinsam mit dem Jugendamt die erforderlichen Maßnahmen einzuleiten. So auch die Polizei Bückeburg, die am Wochenende zwei Mal in Sachen „Kinder“ im Einsatz war.

veröffentlicht am 03.02.2020 um 15:14 Uhr

Im ersten Fall meldeten sich am Freitag kurz vor Mitternacht Anwohner eines Mehrfamilienhauses in der Kernstadt, weil aus einer Wohnung ein dauerhaft weinendes Kind im Alter von drei Jahren zu hören war. Die Beamten konnten keinen Schlüsselinhaber oder anderen Verantwortlichen erreichen und mussten mit Hilfe der hinzugerufenen Feuerwehr eine Türöffnung durchführen. Nach der Türöffnung tauchte die Mutter, die ihr Kind vermutlich über eine Stunde allein in der Wohnung zurückließ. Die Frau erklärte auf Nachfrage, dass sie nach Minden gefahren war, um Zigaretten zu kaufen.

Eine Patchworkfamilie aus Stadthagen hatte eine ganz praktische Vorgehensweise, um den Sonntag ganz entspannt ohne Kinder zu verbringen. Das Paar fuhr mit dem Auto gegen zwölf Uhr in Luhden vor einen Kinderpark und ließ die Kinder im Alter von elf und zwölf Jahren direkt hineinspazieren, um selbst nach Herford in ein Freizeitbad zu fahren. Die Beamten mussten die Kinder mit zu Wache nehmen und das Jugendamt hinzuziehen, weil die Eltern nicht erreichbar waren. Da auch das Jugendamt keinen Angehörigen ausfindig machen konnte, mussten die Kinder zwangsläufig übergangsweise durch das Jugendamt in einer Einrichtung untergebracht werden.




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