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Razzia in Rehren - Polizei gelingt Schlag gegen organisierte Kriminalität

MINDEN/REHREN. Bei insgesamt 14 Hausdurchsuchungen konnte die Polizei große Mengen an Betäubungsmittel sicherstellen. Die Einsatzkräfte durchsuchten unter anderem Objekte in Auetal-Rehren, Minden, Wolfsburg, Lehre und Eimen-Mainzholzen. Bei den Gebäuden handelt es sich um ehemalige Gaststätten, Einfamilienhäuser und eine Lagerhalle.

veröffentlicht am 26.04.2021 um 17:26 Uhr

Nachdem ein Großaufgebot an Polizisten am Freitag ein Anwesen in der Mindener Viktoriastraße durchsucht hat, haben sich Staatsanwaltschaft und Polizei nun erstmals zu dem Einsatz geäußert. Die Beamten schreiben in einer Pressemitteilung von einem „erfolgreichen Schlag gegen die organisierte Kriminalität".

Am Freitag und Samstag hat die Polizei Bielefeld in Zusammenarbeit mit Dienststellen aus Niedersachsen insgesamt 14 Hausdurchsuchungen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen durchgeführt. Dabei konnten die Ermittler große Mengen an Betäubungsmittel sicherstellen. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat insgesamt sechs Haftbefehle beantragt.

Der Einsatz in Minden-Lübbecke begann gegen 9 Uhr. Ermittler des Polizeipräsidiums Bielefeld und Beamte der Polizei Minden-Lübbecke durchsuchten insgesamt neun Objekte im Bereich Minden und Bad Oeynhausen. Drei durchsuchte Objekte sind dem Mindener Tageblatt bekannt. Neben dem Anwesen in der Viktoriastraße durchsuchten die Beamten auch in Bad Oeynhausen ein älteres Einfamilienhaus im Gewerbegebiet Gewerbegebiet Eidinghausen sowie eine ehemalige Gaststätte mit Bundeskegelbahn und Fremdenzimmern im Ortsteil Rehme. Wo genau die restlichen Durchsuchungen stattgefunden haben, ist aktuell noch nicht bekannt.

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Auch Drogenspürhunde waren vor Ort im Einsatz. Das rot verklinkerte Haus im Hintergrund hatte nichts mit der Durchsuchung zu tun. Foto: Christian Bendig

Polizeikräfte aus Niedersachsen durchsuchten unter anderem im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hildesheim vier weitere Objekte in Wolfsburg, Lehre, Auetal-Rehren und Eimen-Mainzholzen. Bei den Gebäuden handelt es sich um ehemalige Gaststätten, Einfamilienhäuser und eine Lagerhalle.

Insgesamt stellten die Beamten vier Cannabis-Plantagen und rund 6.500 Pflanzen sicher. Des Weiteren wurden hunderte Gramm Kokain, zwei scharfe Schusswaffen mit Munition und 70.000 Euro Bargeld beschlagnahmt. Szenetypisches Equipment zum Aufbau und zur Erweiterung bestehender Plantagen wurde ebenfalls entdeckt, heißt es in der Pressemitteilung.

Dem Einsatz vorausgegangen waren die Ermittlungen des für organisierte Kriminalität zuständigen Kriminalkommissariats in Bielefeld. Im Rahmen des Einsatzes wurden insgesamt 14 Personen vorläufig festgenommen. Wie die Polizei mitteilt, sitzen davon sechs Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft im Alter von 23 bis 40 Jahren seitdem in U-Haft. Die Haftbefehle wurden wegen des Vorwurfs des gewerbs- und bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln durch das Amtsgericht Bielefeld erlassen.

Um die zeitgleichen Durchsuchungen und die am folgenden Tag nicht zu gefährden, ließen die Behörden die MT-Anfragen am vergangenen Freitag unbeantwortet. Lediglich ein Anwohner, der den Einsatz an der Mindener Viktoriastraße ganz genau beobachtet hatte, machte gegenüber dem Mindener Tageböatt Angaben. „Die waren eigentlich immer sehr unauffällig. Wir haben die kaum gesehen. Und wenn doch, haben die immer nett gegrüßt", sagte er und zeigte auf das durchsuchte Wohngebäude ein bisschen ab von der Straße.

Die Staatsanwaltschaft und die Polizei Bielefeld betonen, dass die Durchsuchung „einer zweistelligen Objektzahl nur möglich war, da die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Behörden reibungslos funktioniert hat".

Von Lea Oetjen 




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