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Brennender Adventskranz und „undefinierbarer Geruch“ aus Kühlschrank ruft Feuerwehr auf den Plan

Retter rücken jeden dritten Tag aus

OBERNKIRCHEN. Ein arbeitsreiches Jahr liegt hinter den Ehrenamtlichen der Feuerwehr Obernkirchen. Statistisch gesehen rückten die Helfer der Ortswehren alle drei Tage zu Einsätzen aus. Hinzu kommen noch die Einsätze der Werkfeuerwehr des Klinikum Schaumburgs.

veröffentlicht am 30.12.2019 um 16:48 Uhr
aktualisiert am 31.12.2019 um 16:09 Uhr

Leonhard Behmann

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Zu ihrem 90. Einsatz wurde die Feuerwehr Obernkirchen am Sonntagabend gerufen. Die Leitstelle hatte um 20.24 Uhr den Einsatzleitdienst alarmiert. In einer Wohnung an der Bergamtstraße hatte ein Adventskranz Feuer gefangen. Das Feuer war in der Wohnung ausgebrochen, als die Seniorin kurz ihr Wohnzimmer verlassen hatte. „Durch das Piepen eines Rauchmelders wurde sie hochgeschreckt. Es zeigt sich mal wieder, dass Rauchmelder Leben retten“, sagt Ortsbrandmeister Markus Engelhardt. Die Frau habe es geschafft, den Flammen selbst mit Wasser zu löschen. Feuerwehrleute suchten lediglich mit einer Wärmebildkamera nach Glutnester auf dem Tisch, wo der Adventskranz gestanden hatte. Anschließend lüfteten sie die Wohnung. „Kerzen sollte man niemals unbeaufsichtigt lassen“, warnt Ortsbrandmeister Engelhardt. Bereits am Samstag mussten die Brandschützer helfen. Um kurz vor 9 Uhr wurde der Einsatzleitdienst der Ortswehr alarmiert, weil in einer Wohnung am Sülbecker Weg ein „undefinierbarer Geruch“ aus dem Kühlschrank eines Mannes aufstieg. „Die Mieter waren in Sorge, dass ein Gas wie zum Beispiel Ammoniak ausgetreten ist“, berichtet Engelhardt. „Wir konnten die Bewohner beruhigen, da moderne Kühlschränke nur noch Kühlmittel ohne schädliches Gas haben.“ Feuerwehrleute führten mit einem Spezialgerät Messungen durch. Gefährliche Gase konnten die Freiwilligen zum Glück nicht aufspüren. „Vermutlich hatte über mehrere Tage etwas im Kühlschrank vor sich hin geschimmelt“, meint der Ortsbrandmeister. Feuerwehrleute trugen vorsichtshalber den Kühlschrank nach draußen. Bis gestern musste die Ortsfeuerwehr in diesem Jahr Obernkirchen zu 90 Einsätzen ausrücken. Zusammen mit den Ortswehren Krainhagen, Röhrkasten, Gelldorf und Vehlen arbeiteten die Freiwilligen 122 Alarme ab. Darunter war der Großbrand in Vehlen, aber auch drei Mittelbrände mussten bekämpft werden. Besonders oft rückten die Ehrenamtlichen aber aus, um technische Hilfe zu leisten. Neunmal wurden die Obernkirchener Feuerwehrleute alarmiert, um überörtliche Hilfe bei Verkehrsunfällen oder Großbränden zu leisten. Die Werkfeuerwehr des Klinikums Schaumburg rückte zu 41 Einsätzen aus. Die Brandschützer wurden besonders oft gerufen, um Landungen von Rettungs- und Intensivtransporthubschraubern abzusichern. Die Werkfeuerwehr der Ardagh Group wollte indes nicht verraten, wie oft sie im Jahr 2019 geholfen hat.




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