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Brand in Röcke droht auf Wohnhaus überzugreifen / Eigentümer bei Löschversuch verletzt

Scheune in Flammen

BÜCKEBURG. Erneut sind die Feuerwehren der Stadt Bückeburg zu einem Großeinsatz alarmiert worden: Im Ortsteil Röcke brannte ab 21.51 Uhr eine Scheune. Bei Eintreffen der Ortsfeuerwehr Röcke stand die Scheune in Vollbrand und drohte auf ein benachbartes Wohnhaus überzugreifen. Dieses konnten die Einsatzkräfte um Einsatzleiter André Broisch verhindern und das Wohnhaus retten.

veröffentlicht am 05.10.2018 um 09:54 Uhr
aktualisiert am 05.10.2018 um 17:50 Uhr

Die Feuerwehr leuchtet die Brandstelle aus. Foto: Feuerwehr

Autor:

THOMAS WÜNSCHE

„Allerdings verletzte sich der Eigentümer der Scheune bei seinen eigenen Löschversuchen mit einem Gartenschlauch an der Hand und musste ambulant im Klinikum behandelt werden“, berichtet Moritz Gumin, Stadtpressewart Feuerwehr Bückeburg.

„Das Feuer ist vermutlich durch Arbeiten an einem Nebengebäude entstanden, wobei wahrscheinlich Funkenflug einen Schwelbrand im Dachstuhl auslöste, der nicht sofort bemerkt wurde“, erklärt Matthias Auer, Pressesprecher der Polizei Bückeburg.

Die Feuerwehr bekämpfte die Flammen mittels drei C-Rohren und einem von der Drehleiter aus eingesetzten Wenderohr sowohl im Innenangriff als auch im Außenangriff. Dabei wurden durch den Einsatzleiter insgesamt acht Trupps unter schwerem Atemschutz eingesetzt; während der späteren Nachlöscharbeiten kamen dann nochmals acht weitere Trupps mit Atemfilter zum Einsatz. Im späteren Verlauf wurde die Drehleiter dann zum Ausleuchten der Einsatzstelle eingesetzt.

Schwierig gestaltete sich die Wasserversorgung. Mithilfe des Schlauchwagens 2000 der Ortsfeuerwehr Evesen wurde eine längere Schlauchleitung zum Hydranten gelegt.

Die Nachlöscharbeiten zogen sich über Stunden hin, da brennendes Stroh und Holzteile aus dem Bereich des Dachstuhls abgelöscht und ins Freie gebracht werden mussten. „Das“, so Gumin, „nahm viel Zeit in Anspruch und forderte die Einsatzkräfte umso mehr.“

Nach sieben Stunden konnten die 90 Einsatzkräfte den Einsatz am frühen Freitagmorgen beenden. Neben der Feuerwehr waren auch der Rettungsdienst und die Polizei vor Ort. Der durch den Brand entstandene Sachschaden wird auf 50 000 Euro geschätzt.




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