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Zugangsdaten von Kunden gestohlen / 1,5 Millionen Euro erbeutet

Schlag gegen Online-Bande auch in Schaumburg

LANDKREIS. Bei einem Einsatz gegen Online-Kriminelle hat die Polizei am Donnerstag auch in Schaumburg Räume durchsucht. Details zum Vorgehen im Landkreis nannte der Verdener Oberstaatsanwalt Marcus Röske gestern auf Anfrage dieser Zeitung keine.

veröffentlicht am 26.04.2019 um 15:07 Uhr

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Die Polizei durchsuchte insgesamt 16 Objekte, außer in Schaumburg auch in der Region Hannover, in den Landkreisen Hildesheim, Oldenburg und Osnabrück sowie in Österreich. Die Beamten sicherten Beweismaterial und nahmen zwei der mutmaßlichen Haupttäter fest. Der Haftrichter ordnete Untersuchungshaft an. Ein weiterer mutmaßlicher Haupttäter wurde in einem Hotel in Salzburg festgenommen. Seine Auslieferung ist beantragt.

Gegen die fünf mutmaßlichen Haupttäter wird wegen gewerbsmäßigen Computerbetrugs ermittelt. Sieben Strohmänner müssen sich wegen des Verdachts der Geldwäsche verantworten. Die Ermittlungen dauern an.

Seit Februar hatten die Zentralstelle Internet- und Computerkriminalität (Cybercrime) der Staatsanwaltschaft Verden und eine auf Cybercrime spezialisierte Ermittlungsgruppe des Zentralen Kriminaldienstes der Polizei Hannover Ermittlungen gegen fünf Hauptbeschuldigte geführt. Die vier Männer und eine Frau stehen im Verdacht, sich mindestens seit November 2018 illegal Online-Zugangsdaten von Kunden verschiedener Bankinstitute beschafft zu haben. Anschließend verschafften sie sich illegal Ersatz-SIM-Karten und aktivierten sie anstelle der rechtmäßigen SIM-Karten der Kontoinhaber. So ließen sie sich die für Online-Überweisungen erforderlichen Transaktionsnummern (TAN) zusenden.

Durch Überweisungen auf unter falschen Namen angelegte Konten beziehungsweise auf Konten von Strohmännern erbeuteten die Täter mehr als 1,5 Millionen Euro. Das Geld wurde nahezu vollständig in die Krypto-Währung Bitcoin getauscht und weiter transferiert. dpa/jcp




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