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Fluten laufen in Wohnhaus und machen Straßen unpassierbar / Feuerwehr im Unwettereinsatz

Schlammmassen fließen durch Ort

KLEIN HOLTENSEN. Tief „Axel“ hat auch das Auetal nicht verschont. Besonders schlimm traf das Unwetter am Dienstagabend Klein Holtensen. Schlamm- und Wasser-Massen flossen durch das Dorf. Die braune Brühe lief auch in ein Wohnhaus.

veröffentlicht am 21.05.2019 um 17:45 Uhr
aktualisiert am 21.05.2019 um 19:50 Uhr

Feuerwehrleute räumen die Straßen im Ort von Schlamm und Geröll frei. FotoS: pr.
Leonhard Behmann

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Die gerade erst frisch eingebaute Kanalisation habe die extrem großen Wassermengen nicht aufnehmen können, da die neuen Schachtdeckel verstopft waren, sagt der Ortsbrandmeister der Feuerwehr Klein Holtensen/Wiersen, Michael Sostmann. „Schotter, der beim Bau der Straße verwendet wurde, ist vom Wasser mitgerissen worden, hat die Öffnungen der Schachtdeckel verstopft“, erklärt Sostmann.

Der starke Wolkenbruch sorgte auch dafür, dass sich breite Rinnsale auf Äckern bildeten, die Schlamm und Geröll mitrissen. Die Wassermassen seien einfach über die Deckel hinweggeflossen.

Gegen 18.30 Uhr wurde die Feuerwehr Klein Holtensen/Wiersen alarmiert. Die Freiwilligen wurden von einem herbeigeeilten Landwirt aus Klein Holtensen mit einem Radlader unterstützt.

Schlamm und Wasser seien auch in ein Haus an der Klein-Holtenser-Straße gelaufen. Auch hier half die Feuerwehr. Mit dem Radlader schoben die Freiwilligen Schlamm von der Straße. Gleichzeitig schaufelten Feuerwehrleute große Mengen an Schotter in Schubkarren und räumten auf. Anschließend spritzten sie Schlamm von der Straße – mit Wasser aus Strahlrohren.

Auch auf der Kreisstraße 63 zwischen Klein Holtensen und Hattendorf mussten die Freiwilligen tätig werden. Schlamm war von einem Acker auf die Straße geflossen. Auch dort schoben die Helfer mit schwerem Gerät Schlamm und Geröll von der Fahrbahn.

Bürgermeister Heinz Kraschewski geht davon aus, dass der Schotter schuld ist. „Wäre er nicht neben der Straße gewesen, hätte die Kanalisation das Wasser aufnehmen können, schließlich ist sie extra verbreitert worden“, sagt er. Von einem Baufehler geht er nicht aus. „Zumindest diesmal nicht“, scherzt Kraschewski und spielt dabei auf den Fehler beim Asphaltieren der Ortsdurchfahrt an. Sie war bis zu acht Zentimeter zu hoch angelegt worden.




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