weather-image
Vorkommnisse im Rahmen eines muslimischen Beschneidungsfestes / Polizei belässt es bei Verwarnung

Schüsse auf dem Marktplatz

BÜCKEBURG. Im Rahmen eines muslimischen Beschneidungsfestes sind auf dem Bückeburger Marktplatz Schüsse abgegeben worden, offensichtlich aus einer Schreckschusspistole. Auf einem rund eineinhalbminütigen Video, das in den sozialen Medien kursiert, sind ganz zu Anfang deutlich zehn, sehr schnell aufeinanderfolgende Schüsse zu hören. Zeugen alarmierten die Polizei, die das Fest auflöste und die rund 20 Fahrzeuge eines Autokorsos vom Marktplatz und aus der Fußgängerzone verwies. Der Vorfall ereignete sich bereits am Samstagnachmittag, wie der Pressesprecher der Polizeiinspektion Nienburg-Schaumburg, Axel Bergmann, auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte.

veröffentlicht am 06.11.2018 um 13:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2018 um 17:50 Uhr

270_0900_114328_Blaulicht.jpg
4299_1_orggross_r-cremers

Autor

Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

BÜCKEBURG. Im Rahmen eines muslimischen Beschneidungsfestes sind auf dem Bückeburger Marktplatz Schüsse abgegeben worden, offensichtlich aus einer Schreckschusspistole. Auf einem rund eineinhalbminütigen Video, das in den sozialen Medien kursiert, sind ganz zu Anfang deutlich zehn, sehr schnell aufeinanderfolgende Schussgeräusche zu hören.

Zeugen alarmierten die Polizei, die das Fest auflöste und die rund 20 Fahrzeuge eines Autokorsos vom Marktplatz und aus der Fußgängerzone verwies.

Der Vorfall ereignete sich bereits am Samstagnachmittag, wie der Pressesprecher der Polizeiinspektion Nienburg-Schaumburg, Axel Bergmann, auf Anfrage dieser Zeitung bestätigte. Nach seinen Angaben hatten sich am Nachmittag Zeugen bei der Polizei Bückeburg gemeldet, die von dem Treiben auf dem Marktplatz und von „Knallgeräuschen“ berichteten. Die Beamten seien dann unmittelbar auf den Marktplatz gefahren und dort auf die Feiernden getroffen. Dort sei mit dem Verantwortlichen gesprochen worden, der das Abgeben von Schüssen – welcher Art auch immer – abstritt. Die Feiernden hätten sich einsichtig gezeigt, sich für ihr Fehlverhalten entschuldigt und den Marktplatz sowie den angrenzenden Bereich sofort verlassen. Aus diesem Grund habe es die Polizei bei einer gebührenfreien Verwarnung belassen.

Zu den Schüssen aus einer Schreckschusspistole sagte Bergmann, dass den Beamten beim Eintreffen keine näheren Angaben vorlagen und von Zeugen im Umfeld von Markt und Fußgängerzone auch nicht gemacht wurden. Es habe daher keinen Anlass für eine Durchsuchungsaktion der rund 20 Fahrzeuge gegeben, da keine weitergehenden Angaben vorlagen, ob überhaupt, wer und aus welchem Fahrzeug geschossen worden sei. Wenn es sich um Knallschusswaffen gehandelt habe, hätte es sich um eine Ordnungswidrigkeit gehandelt, ergänzte Bergmann.

Das Video zeigt rund 20 Fahrzeuge, teilweise höherpreisige Limousinen. Nach den Schüssen ist laute Musik mit lauten Trommeln zu hören. Mehrere Männer tanzen auf dem Markt, werden von Umstehenden gefilmt.

Generell verwies Bergmann nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre mit Autokorsos und Abfeuern von Schreckschusswaffen darauf, dass im Vorfeld von größeren Familienfeiern bereits Gespräche mit Anmeldern beziehungsweise Durchführenden geführt würden, etwa bei Buchung größerer Lokalitäten wie beispielsweise der Festhalle Stadthagen. Es wurden Hinweise gegeben, dass Autokorsos oder Schüsse nicht erlaubt sind. Bergmann: „Das tolerieren wir nicht mehr.“




Weiterführende Artikel
    Kommentare