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Enkel zieht Benserin (96) aus brennender Küche

Seniorin bei Brand schwer verletzt

BENSEN. Eine Frau aus Bensen (96) hat am Dienstag bei einem Wohnungsbrand schwerste Verletzungen erlitten. Die Seniorin wurde mit dem Rettungshubschrauber „Christoph vier“ in eine Klinik geflogen. Ihr Enkel hatte zuvor die Frau aus der brennenden Küche in einen angrenzenden Stall gezogen, teilte die Polizei mit.

veröffentlicht am 18.12.2018 um 12:45 Uhr
aktualisiert am 20.12.2018 um 17:50 Uhr

In dieser Küche brach das Feuer aus. Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite

Der 29-Jährige wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung zur Untersuchung in ein Krankenhaus gefahren.

Gegen 9.30 Uhr hatte der Benser bemerkt, dass Rauch aus einer Küche zog. Der Mann wusste, dass sich seine gehbehinderte Großmutter in dem Raum aufhielt. Der Enkel zögerte nicht. Er habe die Frau zwischen brennenden Möbeln auf dem Fußboden liegen sehen, sie in den Stall gezogen und einen Notruf abgesetzt, sagten Polizeibeamte.

Als die Feuerwehr eintraf, drang dichter Rauch aus dem Backsteinhaus. Die Feuerwehrkräfte aus Bensen legten sofort Schlauchleitungen. Arne Schulte und Benjamin Ebbighausen rüsteten sich bereits auf der Anfahrt aus Zersen mit schwerem Atemschutz aus. Sie bildeten einen Angriffstrupp und begaben sich als Erste ins Haus. Durch einen komplett mit Rauch gefüllten Flur schlugen sich die erfahrenen Feuerwehrmänner kriechend zum Brandherd durch. Sehen konnten sie im dunklen Qualm nichts, sagten sie. Erst wenige Zentimeter vor dem Brandherd hatten die Kräfte Flammen erkennen können. Mit mehreren Stößen aus einem Hohlstrahlrohr löschten die Freiwilligen eine brennende Eckbank und einen Tisch.

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Aus dem Wohnhaus zieht dichter Rauch.

Rettungskräfte, darunter ein Notarztteam, forderten umgehend den Einsatz eines Rettungshubschraubers an, mit dem die Schwerstverletzte in eine Klinik geflogen werden sollte. Wenige Minuten später landete „Christoph vier“ unweit des Bauernhauses.

Die Polizei hat den Brandort im Bereich der Küche beschlagnahmt. Das Erdgeschoss sei derzeit nicht mehr bewohnbar, berichtete ein Polizeibeamter. Wodurch das Mobiliar in Brand geriet, konnten Brandursachenermittler noch nicht feststellen. Beamte des zuständigen Fachkommissariats werden am Mittwoch in der Küche erneut nach Spuren suchen. Es entstand ein Schaden von 10 000 Euro. Wie Feuerwehrpressewart Tobias Ebbighausen mitteilte, waren fast 70 Feuerwehrkräfte im Einsatz.




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