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Polizeibericht

Seniorinnen aufmerksam: Enkeltrick misslingt

OBERNKIRCHEN/BÜCKEBURG. Mit zwei aufmerksamen Seniorinnen hatte es eine Straftäterin zu tun, die sich den beiden 81-jährigen Frauen aus Obernkirchen und Bückeburg als Enkelin und in dem anderen Fall als Nachbarin ausgab. In beiden Fällen verlangte sie Geld – doch das beeindruckte die beiden Frauen nicht.

veröffentlicht am 17.01.2019 um 12:30 Uhr
aktualisiert am 17.01.2019 um 16:00 Uhr

Eine junge Anruferin gab sich als Enkelin beziehungsweise Nachbarin aus und verlangte Geld. Zwei Seniorinnen ließen sich davon nicht beeindrucken: „Ich habe doch gemerkt, dass das nicht meine Nachbarin war, ich bin doch nicht blöd!“ Symbolfoto: Pixab

OBERNKIRCHEN/BÜCKEBURG. Mit zwei aufmerksamen, resoluten und pfiffigen Seniorinnen hatte es gestern eine Straftäterin zu tun, die sich den beiden 81-jährigen Frauen aus Obernkirchen und Bückeburg als Enkelin und in dem anderen Fall als Nachbarin ausgab.

Die Anruferin mit einer jungen Stimme habe sich als Enkeltochter beziehungsweise Nachbarin ausgegeben, die für den Ankauf einer Eigentumswohnung 4000 Euro benötige, berichtet die Polizei. Sie sei nun gerade bei einem Rechtsanwalt in Hameln und stecke in einer finanziellen Klemme.

Die Bückeburgerin war schlagfertig und erklärte ihrer falschen Enkelin, dass sie bei ihrer niedrigen Rente kein Geld habe. Die Seniorin aus Obernkirchen gab ihrer unechten Nachbarin zu verstehen, dass sie nun mal gar keine Zeit habe und einen wichtigen Termin wahrnehmen müsse. Sie vertröstete die Anruferin, um die Polizei zu informieren. „Ich habe doch gemerkt, dass das nicht meine Nachbarin war, ich bin doch nicht blöd“, so die Seniorin gegenüber den Polizeibeamten, die die Frau in Obernkirchen zu Hause aufsuchten.

Die Seniorinnen haben sich aus Sicht der Polizei richtig verhalten. Die Polizei rät Betroffenen, nie zu versuchen, den Täter selbst in eine Falle zu locken, ohne das Vorgehen mit der Polizei vorher abzusprechen. Polizeisprecher Matthias Auer rät außerdem dazu, misstrauisch zu sein, wenn ein angeblicher Verwandter anruft, der sich seit längerer Zeit nicht gemeldet hat und um Geld bittet.

„Stellen Sie Fragen, die nur tatsächliche Familienangehörige richtig beantworten können“, rät Auer. Außerdem sollten sich Betroffene die Telefonnummer des Anrufers für einen Rückruf geben lassen. Für die polizeiliche Ermittlungsarbeit sei es außerdem wichtig, die Telefonnummer der Anrufer ohne Zeitverzug der Polizei mitzuteilen.r




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