weather-image
23°

Zwei Menschen leicht verletzt / Aufwendige Reinigungsarbeiten

Sieben Kilometer lange Ölspur – drei Folgeunfälle

BÜCKEBURG. Eine rund sieben Kilometer lange Dieselspur hat ein Lkw-Fahrer mit seinem Gefährt quer durch den Schaumburger Wald gezogen: Von der L 772 in Quetzen über die L 450 an Schloss Baum entlang bis zum Bückeburger Ortsteil Meinsen, wo er in Höhe der Einmündung „Zu den Brücken“ stoppte. Als Folge der Ölspur kam es zu drei Unfällen. Dabei wurden zwei Menschen verletzt.

veröffentlicht am 05.06.2019 um 16:30 Uhr
aktualisiert am 05.06.2019 um 18:30 Uhr

Auf der ölverschmierten und glatten Fahrbahn rutschte ein Lkw in den Graben und kippte um. Der Fahrer wurde leicht verletzt und in Klinikum Schaumburg gebracht. Die Bergung zog sich hin. Foto: rc
4299_1_orggross_r-cremers

Autor

Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite

BÜCKEBURG. Eine rund sieben Kilometer lange Dieselspur hat ein Lastwagenfahrer mit seinem Gefährt quer durch den Schaumburger Wald gezogen: Von der L 772 in Quetzen über die L 450 an Schloss Baum entlang bis zum Bückeburger Ortsteil Meinsen, wo er in Höhe der Einmündung Zu den Brücken stoppte. Als Folge der Ölspur kam es zu drei Unfällen. Dabei wurden zwei Menschen verletzt.

Die Ölspur war am Mittwochmittag gegen 13.15 Uhr gemeldet worden. Streifenwagen machten sich auf den Weg und hatten auf der regennassen Fahrbahn erhebliche Schwierigkeiten, zum Hauptunfallort kurz vor Schloss Baum zu gelangen. „Es war spiegelglatt, fast wie im Winter“, schilderte ein Polizeibeamter.

In der Kurve kurz vor Schloss Baum war auf der Fahrbahn ein Bundeswehr-Lastwagen über den Seitenstreifen in den Graben gerutscht und auf der Seite zum Liegen gekommen. Der Fahrer wurde mit leichten Verletzungen ins Klinikum Schaumburg transportiert.

Ein hochgeschleudertes Metallteil eines Traktors riss ein Leck in den Tank des Lkw, das notdürftig gesichert wurde. Foto: rc

Fast an gleicher Stelle kam ein Radfahrer zu Fall und erlitt Schürfwunden und Prellungen. Auch er wurde in die Klinik transportiert.

Der dritte Unfall ereignete sich hinter dem gestoppten Lastwagen. Dort fuhr ein Autofahrer mit seinem Fahrzeug wegen des deutlich längeren Bremsweges auf einen vor ihn haltenden Wagen auf.

Polizei, Straßenmeisterei Hameln und der Bauhof der Stadt Bückeburg waren im Einsatz, stellten Warnschilder auf und ergriffen Sicherungsmaßnahmen. Eine Spezialfirma wurde mit ihren Fahrzeugen herangerufen, die gegen 15.30 Uhr mit Reinigungsarbeiten begann. Sie zogen sich bis in den späten Nachmittag hinein. Der Verkehr wurde vorsichtig an den Unfallstellen beziehungsweise an den Reinigungsfahrzeugen vorbeigeführt.

Nach den bisherigen Erkenntnissen war der Lastwagen in Quetzen über ein abgefallenes Fahrzeugteil eines Traktors gefahren. Durch das hochgeschleuderte Metallteil schlug der Tank leck. Mit einem Lappen und einem Zurrgurt konnte der Lkw-Fahrer in Meinsen das Leck notdürftig reparieren und seine Fahrt fortsetzen.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare