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Feuerwehr kämpft sich durch unwegsames Gelände

Spiel mit dem Feuer - Unbekannte kokeln auf Bückeberg

OBERNKIRCHEN. Seit Wochen kein Regen, in Wald, Feld und Flur ist es knochentrocken - ein Funke genügt, um ein großes Flächenfeuer auszulösen. Feuerwehr und Förster warnen vor der großen Gefahr - und doch haben Unbekannte am Wochenende ein Feuer tief im Wald auf dem Bückeberg entfacht.

veröffentlicht am 26.04.2020 um 14:45 Uhr

Leonhard Behmann

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Einem aufmerksamen Spaziergänger sowie den ehrenamtlichen Mitgliedern der Feuerwehr Obernkirchen ist es zu verdanken, dass es am Samstagabend dort nicht zu einem großen Waldbrand gekommen ist. Gegen 19.45 Uhr hatte ein Mann, der gerade mit seinem Hund Gassi ging, Brandgeruch wahrgenommen - er ging der Sache auf den Grund und entdeckte ein Feuer. Die Feuerwehr geht davon aus, dass Wanderer ein Lagerfeuer entzündet und es dann unbeaufsichtigt zurückgelassen hatten. Der Spaziergänger reagierte schnell, wählte den Notruf und sorgte dafür, dass sich das Feuer nicht weiter im knochentrockenen Unterholz ausbreiten konnte. „Dank des aufmerksamen Spaziergängers, der sogleich Äste und Zweige seinen Füßen wegkratzte, konnte Schlimmeres verhindert werden“, sagte Ortsbrandmeister Markus Engelhardt. Rings um die Brandstelle herum lagen große Mengen trockenes Totholz und Laub. „Nicht auszumalen, was bei der extremen Trockenheit hätte passieren können“, sagt der Einsatzleiter. Die Waldbrandgefahr ist hoch. Derzeit gilt die dritthöchste Warnstufe für die Region. Die Gefahr für Flächenbrände ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes sogar noch größer. Die Meteorologen haben die zweithöchste Warnstufe ausgerufen, die Feuergefahr ist also hoch. Die Freiwilligen der Feuerwehr Obernkirchen mussten sich zunächst einen Weg durch das unwegsame Gelände bahnen. Der Einsatzort befand sich an einer schwer zugänglichen Stelle, tief im Wald. „Dank des Allradantriebs unsers Tanklöschfahrzeuges, konnten wir nah an den Brandort ranfahren“, erzählt Engelhardt. Vorsichtshalber ließ der Einsatzleiter weitere Kräfte mit einem Löschfahrzeug ausrücken, denn: „Für den Fall, dass Schläuche über eine längere Strecke durch den Wald verlegt werden müssen, brauchen wir viel Manpower.“ Mit Wasser aus dem Tanklöschfahrzeug wurde das Lagerfeuer schließlich abgelöscht. Die Polizei habe den Vorgang an den Kriminal-Ermittlungsdienst abgegeben, sagte Oberkommissar Thomas Nerge. Die Feuerwehr Obernkirchen warnt weiterhin vor der Gefahr von Wald- und Flächenbränden. Offenes Feuer und Rauchen im Wald, auf Grasflächen und auf den Straßen, die durch Wälder führen, sollte unbedingt vermieden werden. Auch durch heiße Teile an abgestellten Fahrzeugen besteht die Gefahr von Bränden, sie sollten deshalb nur auf befestigten Flächen abgestellt werden, heißt es von der Feuerwehr.




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