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14 Verstöße gegen die Ausgangssperre im Kreis Minden-Lübbecke

Statt Quarantäne: Corona-Kranker fährt nachts alkoholisiert Auto

KREIS MINDEN-LÜBBECKE. Eine äußerst unangenehme Situation erlebten Beamte der Polizei Minden-Lübbecke Mittwochnacht in der Rahdener Straße bei der Kontrolle eines 41-jährigen Autofahrers. Es stellte sich heraus, dass der Mann an Corona erkrankt war und eigentlich in Quarantäne gehörte.

veröffentlicht am 30.12.2020 um 10:26 Uhr

Als die Einsatzkräfte den Espelkamper um kurz vor 1 Uhr sitzend in einem VW ansprachen, bemerkten sie einen deutlichen Alkoholgeruch. Kurz darauf gab der 41-Jährige zu Protokoll, dass er am Corona-Virus erkrankt sei und setzte sich eine Schutzmaske auf. Ausweisen konnte er sich nicht. Erste polizeiliche Abfragen ergaben, dass der Mann offenbar nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis war.

In der Folge brachte man den immer unkooperativer auftretenden Espelkamper unter den gebotenen Schutzbestimmungen ins Krankenhaus Lübbecke, wo man ihm eine Blutprobe entnahm. Anschließend sorgten die Beamten dafür, dass der Mann seine häusliche Quarantäne wieder einhielt. Neben einer OWI-Anzeige wegen des Verstoßes gegen die Ausgangssperre wird er sich nun mit einer Anzeige wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz, wegen Trunkenheit am Steuer und wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten müssen.

Für den Mühlenkreis dokumentierten die Beamten der Leitstelle im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie insgesamt vierzehn weitere Verstöße gegen die nächtliche Ausgangssperre: In Minden und Petershagen je fünf, in Porta Westfalica und Bad Oeynhausen je zwei und in Lübbecke fünf.

odt




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