weather-image
22°

37-Jähriger zündet Gartenhütte seiner Lebensgefährtin an / Zwei Macheten und Luftgewehr zurückgelassen

Strafgefangener festgenommen

BÜCKEBURG. Ein Strafgefangener hat am Sonntagnachmittag nach einem Streit mit seiner Lebensgefährtin versucht, die Gartenhütte der Frau in der Kleingartenkolonie an der Hermannstraße anzustecken. Anschließend flüchtete er, konnte aber von der Polizei festgenommen werden. Da Hinweise vorlagen, dass der Täter bewaffnet ist, erfolgte die Festnahme daher unter höchsten Eigensicherungsaspekten.

veröffentlicht am 01.04.2019 um 11:52 Uhr
aktualisiert am 01.04.2019 um 19:10 Uhr

270_0900_129656_Blaulicht.jpg
4299_1_orggross_r-cremers

Autor

Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite

Nach Angaben der Polizei Bückeburg war der 37-jährige Mann, der zuletzt in Minden und Bückeburg wohnhaft war und zurzeit im offenen Vollzug in der Justizvollzugsanstalt in Bielefeld-Senne inhaftiert ist, am Sonntag nach Bückeburg zurückgekehrt und besuchte dort gegen 14.15 Uhr eine 39-jährige Portanerin in ihrer Gartenhütte an der Hermannstraße in Bückeburg.

Zwischen den beiden Lebenspartnern entwickelte sich ein heftiger Streit, wobei der 37-Jährige Benzin in der Gartenhütte ausschüttete und dieses anzündete. Im Inneren der Hütte kam es jedoch in der Folge glücklicherweise nur zu einer starken Rauchentwicklung, wobei Einrichtungsgegenstände zerstört wurden. Die Portanerin blieb unverletzt und konnte rechtzeitig flüchten.

Die Beamten trafen den Brandverursacher in der Kleingartenkolonie nicht mehr an. Er war mit einem E-Bike geflohen und hatte zwei Macheten sowie ein Luftgewehr zurückgelassen. Die Gartenhütte wurde von der Feuerwehr Bückeburg überprüft, wobei ein Löscheinsatz nicht notwendig war.

Die Polizei leitete umgehend eine Fahndung ein und zog Streifenwagen aus den umliegenden Revieren und aus dem benachbarten Minden hinzu. Um 16.30 Uhr konnte der Flüchtige in der Bückeburger Kreuzbreite durch die Polizei Bückeburg festgenommen werden. Die Beamten hatten zuvor Hinweise erhalten, dass der Festgenommene eventuell eine spezielle Schreckschusswaffe mit sich führen könnte und traten unter Eigensicherungsaspekten an den Festgenommenen heran, also mit gezückten Waffen. Eine weitere Waffe wurde allerdings nicht mehr gefunden.

Dem alkoholisierten Festgenommenen wurde vor der Überstellung in die Justizvollzugsanstalt in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Bückeburg eine Blutprobe entnommen. Die Polizei Bückeburg hat Ermittlungen wegen versuchter schwerer Brandstiftung und Körperverletzung eingeleitet.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare