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Emmerthaler wollte die Männer aufhalten / Räuberischer Diebstahl in Altstadt

Täter-Duo verletzt 41-Jährigen

HAMELN. Die Polizei fahndet nach zwei rabiaten Handy-Dieben – die Täter haben auf der Flucht einen Mann aus Emmerthal verletzt. Der 41-Jährige hatte versucht, die Kriminellen aufzuhalten.

veröffentlicht am 21.10.2020 um 15:09 Uhr

Ulrich Behmann

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Die Tat hat sich am Mittwoch um 11.51 Uhr an der Bäckerstraße ereignet. Die Beute ist zirka 3000 Euro wert. Die Ermittler suchten Zeugen, die die jungen Männer beobachtet haben. Hinweise werden unter der Telefonnummer 05151/933-222 entgegengenommen. „Es handelt sich juristisch gesehen nicht um einen einfachen Ladendiebstahl, sondern um einen räuberischen Diebstahl“, erklärt Oberkommissarin Stephanie Heineking-Kutschera. Im Strafgesetzbuch (§ 252) steht dazu: „Wer, bei einem Diebstahl auf frischer Tat betroffen, gegen eine Person Gewalt verübt oder Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben anwendet, um sich im Besitz des gestohlenen Gutes zu erhalten, ist gleich einem Räuber zu bestrafen.“
Das Täter-Duo sei in den Telefon-Shop gegangen und habe sofort damit begonnen, drei hochwertige Mobiltelefone von den Kabelsicherungen zu reißen, hieß es. Danach suchten die Männer das Weite. Sie flüchteten in Richtung Wendenstraße, wo der couragierte Passant versuchte, sie aufzuhalten. Der 41-Jährige sei von den Tätern geschubst worden, sagte Heineking-Kutschera. Dabei habe er sich zum Glück keine schweren Verletzungen zugezogen. Das Opfer sei aber medizinisch behandelt worden. Laut Polizei liefen die Kriminellen in Richtung Sudetenstraße. Von sind sie möglicherweise Richtung in Richtung Omnibus-Bahnhof geflüchtet. Dieser Bereich wird von der Polizei als Kriminalitätsschwerpunkt eingestuft. Eine sofort eingeleitete Fahndung sei erfolglos verlaufen. Von den Gesuchten gibt es Täterbeschreibungen – die Männer sind zirka 18 Jahre alt und etwa 1,70 Meter groß. Augenzeugen sagten, die Täter seien vom Typ her Südländer. Sie trugen schwarze Mund-Nasen-Masken. Ein Dieb trug eine schwarz-weiße Jacke mit Kapuze, die er sich auf den Kopf gezogen hatte. Sein Komplize war unter anderem mit einer hellen gemusterten Jacke und einer beigefarbene Schirmmütze bekleidet.




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