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Mordermittler untersuchen Kapitalverbrechen am Kuckuck / Hamelner in Tatortnähe festgenommen

Tödliche Stiche

ROHRSEN. Am Kuckuck in Rohrsen hat sich am Freitagnachmittag ein Gewaltverbrechen ereignet – dabei ist ein 55 Jahre alter Mann aus Hameln ums Leben gekommen. Der mutmaßliche Täter konnte unweit des Tatorts dingfest gemacht werden. Er soll die blutige Tatwaffe noch in der Hand gehalten haben. Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen 59-jährigen Hamelner.

veröffentlicht am 05.05.2019 um 18:27 Uhr

Ein Kriminaltechniker eilt zum Tatort. Der Spezialist trägt einen Overall, Handschuhe und Mundschutz, um keine Spuren zu legen. Feuerwehrleute haben über dem Leichenfundort ein Zelt aufgebaut. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Der Mann, der nach Informationen der Dewezet polizeilich bislang nicht als Gewalttäter in Erscheinung getreten ist, saß bei Redaktionsschluss in einer Zelle der Polizeiwache in Hameln. Er soll am Samstag einem Haftrichter vorgeführt werden. Tatwaffe ist ein Messer. Das Opfer und der mutmaßliche Täter sind deutsche Staatsbürger. Nach Angaben von Kriminalhauptkommissar Markus Schwarz weist die Leiche mehr als eine Stichverletzung auf. „Wie oft der Täter zugestochen hat, werden Rechtsmediziner herausfinden. Die Staatsanwaltschaft Hannover hat bereits eine Obduktion angeordnet“, sagte der Leiter des unter anderem für Mord und Totschlag zuständigen 1. Fachkommissariats des Zentralen Kriminaldienstes. Auch der Festgenommene werde von einem Gerichtsmediziner untersucht, sagte Schwarz.

Um 16.28 Uhr waren Polizei und Rettungsdienst zu einem Mehrfamilienhaus am Kuckuck gerufen worden. Eine Anwohnerin (48) hatte der Leitstelle mitgeteilt: „Da liegt ein Mann vor einem Haus, der blutet.“ Streifenwagen und Rettungsdienst machten sich sofort auf den Weg zum Tatort. Auf einer Rasenfläche zwischen einem großen Baum und dem Gebäude fanden sie das blutüberströmte Opfer. Ein Notarztteam habe längere Zeit versucht, den Leblosen zu reanimieren, sagte eine Zeugin unserer Zeitung. „Die von der Feuerwehr haben wirklich alles gemacht, was in ihrer Macht steht. Aber sie konnten diesem armen Menschen leider nicht mehr helfen“, erzählt die Frau. Ermittler der Tatort-Gruppe suchten und sicherten umgehend Spuren. Andere Polizisten brachten den mutmaßlichen Messerstecher zur Wache. Mordermittler und Experten der Kriminaltechnik wurden alarmiert. Feuerwehrleute bauten ein Zelt über dem Tatort auf.

Der Tatverdächtige bewohnt gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin (53) eine Wohnung am Kuckuck. Der 55-Jährige war offenbar zu Besuch bei dem Pärchen. Er wohnte ganz in der Nähe. „Nach unseren Erkenntnissen ist es in der Wohnung zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen“, sagte Oberkommissarin Stephanie Heineking-Kutschera. Die beiden Männer sollen dann nach draußen gegangen sein – offenbar, um den Streit auf dem Rasen mit Fäusten auszutragen. Der 59-Jährige soll plötzlich ein Messer gezogen haben. „Worum es bei dem Streit gegangen ist, wissen wir noch nicht“, sagte Oberkommissarin Heineking-Kutschera am Abend.




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