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Kilometerlange Ölspur zieht sich durch Gemeinde

Umweltalarm im Auetal: Stundenlanger Ölbekämpfungseinsatz in fünf Orten

AUETAL. Fast sechs Stunden lang waren Umweltexperten im Auetal im Großeinsatz. Eine kilometerlange Ölspur, die sich durch fünf Orte in zwei Kommunen zog, beschäftigte Feuerwehr, Polizei, Straßenmeisterei und Spezialfirmen. Der Umwelteinsatz zog sich bis in die Nacht zum Mittwoch hin.

veröffentlicht am 15.05.2019 um 14:55 Uhr
aktualisiert am 15.05.2019 um 19:20 Uhr

Feuerwehrleute streuen Bindemittel auf das ausgelaufene Öl, um zu verhindern, dass die umweltgefährdende Flüssigkiet in den Bach oder in das Grundwasser gelangt. Foto: leo
Leonhard Behmann

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AUETAL. Fast sechs Stunden lang waren Umweltexperten im Auetal im Großeinsatz. Eine kilometerlange Ölspur, die sich durch fünf Orte in zwei Kommunen zog, beschäftige Feuerwehr, Polizei, Straßenmeisterei und Spezialfirmen. Der Umwelteinsatz zog sich bis in die Nacht zum Mittwoch hin.

Kurz nach 17 Uhr war der Polizei am Dienstagnachmittag eine Ölspur an der Aue-straße in Rehren gemeldet worden. Dort lief aus einem Ackerschlepper Schweröl aus. „Wir vermuten, dass es sich um Hydrauliköl handelt“, sagte ein Polizeibeamter. Die Feuerwehr Rehren-Westerwald wurde alarmiert. Auf der Auestraße hatte sich das Öl auf der gesamten Fahrbahn verteilt. Die Freiwilligen sperrten sofort mit Blaulicht die Auestraße. Feuerwehrleute suchten unter dem an der Auestraße abgestellten Trecker nach dem Leck.

Der gesamte Traktor sei mit Öl verschmutzt gewesen, heißt es. Die Polizei vermutet, dass eine Leitung gerissen ist. Mit speziellen Wannen konnten Feuerwehrleute das Öl auffangen. Währenddessen bestreuten Einsatzkräfte die Straße mit einem Bindemittel. Die Helfer wollten verhindern, dass die umweltgefährdende Flüssigkeit in die neben der Straße verlaufende Aue, das Grundwasser oder die Kanalisation gelangt. Die Freiwilligen halfen zudem dabei, den Trecker auf einen herbeigerufenen Tieflader zu verladen. Aus eigener Kraft hätte der Trecker nicht weiterfahren können, sonst wäre weiter Öl entwichen, heißt es seitens der Feuerwehr.

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Die Ölspur ist acht Kilometer lang und im Durchschnitt mehr als einen halben Meter breit. Foto: leo

Ermittler der Polizei Rinteln fanden unterdessen heraus, dass das Ausmaß der Ölverschmutzung weitaus schlimmer war als zunächst angenommen. Eine mehr als einen halben Meter breite und acht Kilometer lange Ölspur zog sich von Steinbergen an der Ahrensburg über die gesamte L 443 bis nach Rehren zur Auestraße hin. Der Fahrer des Traktors – ein 18-Jähriger aus Heeßen – habe ausgesagt, die Route gefahren zu sein, heißt es von der Polizei.

Feuerwehr und Straßenmeisterei forderten Spezialunternehmen für die Reinigung der Straßen an. Der Umwelt-Kommunal-Service aus Lauenau rückte mit zwei Spezialmaschinen an, um den sogenannten Auetal-Highway zu reinigen. „Die Fahrzeuge sprühen Wasser mit einem Druck von mehr als 200 bar auf die verschmutzte Fahrbahn. Dadurch wird das Öl vom Belag entfernt“, erklärt Fachmann Andreas Schmidt. Anschließend wird das Wasser-Öl-Gemisch in einen Tank gesaugt. Insgesamt 3500 Liter Abwasser mussten die Experten entsorgen.




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