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Stinkende Flüssigkeit auf Exter – Ölsperren ausgelegt und Kanäle inspiziert

Umweltalarm in Exten

EXTEN. Umweltalarm in Exten – Feuerwehrleute haben am Sonntagabend stundenlang eine zunächst unbekannte Flüssigkeit auf der Exter bekämpft. Nach Angaben von Ortsbrandmeister Benjamin Bünte handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um Heizöl oder Dieselkraftstoff. Wasserbehörde, Polizei und Feuerwehr, aber auch Mitarbeiter der Abwasserbetriebe, fahnden nach dem Verursacher.

veröffentlicht am 22.10.2018 um 12:01 Uhr

Umwelteinsatz in Exten: Feuerwehrleute haben eine Ölsperre über die Exter gelegt und weißes Bindemittel ausgekippt. Foto: leo
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Leonhard Behmann Volontär zur Autorenseite

Ein Spaziergänger hatte um 18.35 Uhr gemeldet, dass es an einem Gullyschacht an der Straße Am Eisenhammer auffällig stinkt – der Mann wählte den Notruf 112. Die Feuerwehr Exten rückte mit mehreren Fahrzeugen aus. Freiwillige erkundeten die zunächst unklare Lage. Die Helfer öffneten Schachdeckel und gingen der Sache auf den Grund. „Auf der Wasseroberfläche im Kanal waren Bläschen zu sehen. Man kennt das Bild vom Spaghetti-Kochen: Es sah aus, als habe man Öl in den Topf gekippt“, erklärt Bünte. Sonderbar: Die Helfer spürten die umweltgefährdende Flüssigkeit sowohl im Abwasserkanal, als auch im Regenwasserkanal auf – das gibt ihnen Rätsel auf, denn: „Die Kanäle sind nicht miteinander verbunden“, sagt Bünte. Die umweltgefährdende Flüssigkeit floss mit dem Regenwasser aus einem Auslauf an der Straße Am Eisenhammer in die Exter. Feuerwehrleute verlegten vor dem Auslauf eine Ölsperre. Ein weiterer Austritt in die Exter sollte verhindert werden. Zeitgleich waren Freiwillige aus Exten an der Straße Auf der Insel im Umwelteinsatz. In Höhe der Brücke legten sie eine lange Ölsperre über die gesamte Exter. „Wir wollen verhindern, dass sich die Flüssigkeit weiter ausbereitet und in die Weser gelangt“, erklärt Bünte. Spezialisten kippten ein weißes Bindemittel auf die Exter. Es soll die unbekannte Flüssigkeit binden. Mitarbeiter der Abwasserbetreibe und der Unteren Wasserbehörde suchten noch am späten Abend nach dem Verursacher. „Wir konnten die Spur bis zur Straße Am Taubenberg zurückverfolgen, haben aber bisher keine Ursache entdecken können“, sagt Uwe Mädje von der Unteren Wasserbehörde. Am Montag inspizierten Abwasserspezialisten die Kanäle und machten sich erneut auf die Suche nach dem Verursacher. Die Ölsperre bleibt bis auf Weiteres liegen. „Wir können nicht ausschließen, dass noch mehr Flüssigkeit nachläuft“, sagt Mädje.

Freiwillige aus Exten haben ein Spezialbindemittel auf die Exter gekippt. Es soll die unbekannte Flüssigkeit binden. Foto: leo
  • Freiwillige aus Exten haben ein Spezialbindemittel auf die Exter gekippt. Es soll die unbekannte Flüssigkeit binden. Foto: leo



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