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Feuerwehr Rinteln sucht mit zwei Booten

Update: Ölfilm auf der Weser - Ursache noch ungeklärt

RINTELN. Mehrere Stunden war die Ortsfeuerwehr Rinteln Freitagnachmittag  an und auf der Weser im Einsatz. Auf der Wasseroberfläche breitete sich eine bislang unbekannte, schimmernde Substanz aus.

veröffentlicht am 05.03.2021 um 15:21 Uhr
aktualisiert am 05.03.2021 um 21:14 Uhr

tol-szlz

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Mit zwei Booten war die Ortsfeuerwehr Rinteln am Freitagnachmittag mehrere Stunden im Sucheinsatz auf der Weser. Gegen 14.20 Uhr war ein Ölfilm gemeldet worden, der Rinteln auf gesamter Flussbreite passierte.

Spaziergängern war die schimmernde Oberfläche aufgefallen. Am Ufer roch es wie Heizöl. Polizei und Feuerwehr gingen auf die Suche nach der möglichen Ursache. Bis zum Abend war weder von Land, vom Wasser noch aus der Luft die mutmaßliche Quelle festzustellen.

Um 15.05 Uhr ließ die Ortsfeuerwehr Rinteln das Mehrzweckboot des Landkreises zu Wasser. Wenige Minuten später folgte eine weitere Besatzung mit dem Rettungsboot. Beide Boote fuhren stromaufwärts. Zunächst vermutete die Polizei die Einleitung der Verunreinigung bei Exten. Geruch und Ölfilm kamen von weiter oberhalb, waren selbst auf der Höhe von Strücken wahrzunehmen.

An der Fähre in Großenwieden allerdings nicht mehr. Die Bootsbesatzungen entdeckten Verunreinigungen im Bereich der Einmündung zur Auenlandschaft Hohenrode. Zeitweise war auch eine Mitarbeiterin der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Schaumburg mit an Bord.

4 Bilder
Die Feuerwehr Rinteln ist mit Booten auf der Weser unterwegs. Foto: tol

Die unbekannte schimmernde Substanz treibt indes mit der Strömung immer weiter. Der dünne Film auf der Wasseroberfläche wird dabei immer länger. Am späten Nachmittag gab es bereits Sichtungen in Minden.

Gegen 17.20 Uhr kam weitere Unterstützung aus der Luft. Ein Einsatzhubschrauber der Polizei Nordrhein-Westfalen flog für die Wasserschutzpolizei die Weser ab. Technisch lassen sich Quellen der Verunreinigung ausfindig machen. Die Besatzung fand sowohl im Raum Rinteln, aber auch bei Hess. Oldendorf und Hameln mögliche Stellen. Konkrete Ursachen ließen sich bislang noch nicht finden.

Die Suche wurde gestern mit beginnender Dämmerung eingestellt. Heute Vormittag will die Untere Wasserbehörde die Situation erneut anschauen und neu bewerten.




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