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Schwerer Unfall bei Bad Nenndorf

UPDATE: A2 nach Lastwagen-Unfall bei Bad Nenndorf wieder frei / Gemüse-Laster verunglückt

BAD NENNDORF. Ein schwerer Unfall auf der A2 hat am Montag (27. Mai) ein Verkehrs-Chaos herbeigeführt. Gegen 12.45 Uhr waren zwei Lastwagen miteinander kollidiert, einer der Fahrer musste von der Feuerwehr mit schwerem Gerät befreit werden.

veröffentlicht am 27.05.2019 um 16:22 Uhr
aktualisiert am 28.05.2019 um 11:51 Uhr

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Der Unfall ereignete sich in Fahrtrichtung Hannover. Nach Aussage einer Unfallzeugin waren direkt vor ihr die beiden Sattelzüge gegeneinander gefahren. Einer der Lastwagen stellte sich quer. Der andere, weiße Sattelzug, kam parallel zur Leitplanke zum Stehen, wobei dessen Führerhaus auf die gegenüberliegende Fahrbahn der A2 kippte. Ein mit drei Personen besetzter Audi krachte in das Heck des weißen Lastwagens, der mit Gemüse beladen war. Die Insassen konnten das Auto ohne fremde Hilfe verlassen. Dass auf der Autobahn etwas passiert war, verriet kurz nach der Karambolage schon eine von weit weg erkennbare schwarze Rauchsäule. Offenbar war der Dieseltank des weißen Sattelzugs in Brand geraten. Feuerwehren aus den Samtgemeinden Nenndorf und Rodenberg sowie aus der Stadt Barsinghausen mit ihren Ortsteilen eilten zur Unfallstelle.

Die A2 wurde in beide Richtungen voll gesperrt. Nachdem die Brandschützer Schaum auf den brennenden Tank gesprüht hatten, veränderte sich die Farbe des Qualms zu einem schmutzigen Weiß, die Flammen waren jedoch noch immer nicht gelöscht. Ein Rettungshubschrauber stand bereit, um den Lastwagenfahrer nach dessen Befreiung abzutransportieren. Auch ein Spezial-Abschleppdienst war gerufen worden.

Per Treppe zum Einsatz

Auch mehr als eine halbe Stunde nach der Alarmierung eilten weitere Feuerwehrfahrzeuge zur Einsatzstelle. Ortskenntnis war dabei durchaus gefragt: Ein Trupp der Feuerwehr Hohenbostel ließ sich auf einem Wirtschaftsweg bis zur Autobahnbrücke zwischen Bantorf und Bad Nenndorf bringen, um dort eine Treppe zur A2 hochzusteigen.

Auch mit viel Schaum ist der Brand zunächst nicht zu löschen. Foto: gus

Während die Rettungskräfte fieberhaft daran arbeiteten, den eingeklemmten Lastwagenfahrer frei zu bekommen und die Polizei die Unfallursache aufzuklären versuchte, war für die Verkehrsteilnehmer auf der A2 Warten angesagt. Als klar war, dass die Bergung und damit die Freigabe der A2 länger dauern würde, verließen die  meisten im vorderen Bereich Festsitzenden ihre Autos und suchten sich Gesprächspartner, sagten per Telefon Verabredungen ab oder benachrichtigten Freunde und Familie darüber, dass es ihnen den Umständen entsprechend gut ging.

Am frühen Nachmittag wurde dann in beide Richtungen je ein Fahrstreifen der A2 wieder freigegeben. Da hatten sich allerdings bereits Staus bis Herrenhausen beziehungsweise Bad Eilsen gebildet. Auch auf vielen umliegenden Strecken floss der Verkehr bis in den Abend hinein nur zäh.

Stadtdirektor lässt Ampel ausschalten

Besonders schwer betroffen war der Bereich Gehrenbreite bei Bad Nenndorf, wo sich wegen der Baustellenampel ohnehin seit Wochen lange Autoschlangen bildeten. Am Montag reichten sie zeitweise bis zur Bückethaler Landwehr. Stadtdirektor Mike Schmidt reagierte darauf, indem er gegen 15.30 Uhr die Baustellenampel an der Gehrenbreite ausstellen ließ. Die Arbeiten musste von da an ruhen.

Update:

Die Bergungsarbeiten und damit verbundene teilweise Sperrungen von Fahrstreifen dauerten bis in die Abendstunden an. Den Schaden schätzt die Polizei auf 50.000 Euro.

gus

Update:

A2 nach Lastwagen-Unfall bei Bad Nenndorf wieder frei

Nach stundenlangen Aufräumarbeiten hat die Polizei am Dienstagmorgen zwei Fahrstreifen wieder freigegeben. Der dritte Fahrstreifen Richtung Norden sei bei dem Unfall am Montag zwischen Hannover und Dortmund beschädigt worden, sagte ein Polizeisprecher. Wie lange die Reparatur dauere, sei noch nicht absehbar. In den mehr als zehn Stunden der Sperrung hatten sich kilometerlange Staus gebildet, die sich am Dienstagmorgen langsam auflösten.

Nahe der Auffahrt Bad Nenndorf war am Montag ein Mann mit seinem Sattelschlepper auf einen anderen Lastwagen aufgefahren, der nach einem geplatzten Reifen in die Mittelleitplanke gefahren war. Anschließend war der hintere Lastwagen in Brand geraten, Ersthelfer hatten den Fahrer gerade noch daraus befreien können.

Wie die Polizei mitteilte, konnte der zunächst lebensgefährlich verletzte Mann inzwischen identifiziert werden. Der Gesundheitszustand des 52-Jährigen habe sich inzwischen verbessert, er sei nicht mehr in Lebensgefahr. mt




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