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Wegen Einsturzgefahr Ruine nicht betretbar – Fachwerkhaus in Kleinenbremen geht in Flammen auf

Update: Frau nach Brand weiterhin vermisst

KLEINENBREMEN. Ein altes Fachwerkhaus an der Rintelner Straße in Kleinenbremen ist in der Nacht von Montag auf Dienstag komplett ausgebrannt. Vermisst wird seitdem eine Frau mittleren Alters, die einzige Bewohnerin des Hauses. Ob sie sich beim Ausbruch des Brandes im Haus befunden hat, ist nach Angaben der Polizei Minden-Lübbecke unklar.

veröffentlicht am 09.10.2018 um 15:47 Uhr
aktualisiert am 09.10.2018 um 18:10 Uhr

Als die Feuerwehr eintraf, stand das Fachwerkhaus bereits komplett in Flammen. Ob die Frau unter den Trümmern liegt, ist bisher unklar. Wegen Einsturzgefahr ist die Brandruine nicht betretbar. Foto: MT/ck
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite

Da das Haus stark einsturzgefährdet ist und abgestützt werden muss, mussten Kriminaltechniker unverrichteter Dinge wieder einrücken. Ob die Frau Opfer der Flammen geworden ist, konnte daher bis Redaktionsschluss nicht geklärt werden. Angehörige waren vor Ort und warteten mit verweinten Augen auf Nachrichten von Einsatzkräften, wollten erfahren, was mit ihrer Angehörigen passiert ist, ob sie unter den Trümmern liegt.

Am frühen Nachmittag musste die zwischenzeitlich eingerückte Feuerwehr wieder zu Nachlöscharbeiten ausrücken. Unter den Balken des Giebels waren Brandnester wieder aufgeflammt. Am späten Nachmittag rückten Unterstützungskräfte an, um mit Sicherungsarbeiten zu beginnen. Möglicherweise müssen zuerst die beiden Giebel vorsichtig abgetragen werden, um dann mit der Suche im Inneren zu beginnen, so die
Angaben der Polizei. Auch Arbeiter, die das Haus von der Strom- und Gasversorgung trennen sollten, konnte ihre Arbeit nicht verrichteten, da die Anschlüsse unter dem einsturzgefährdeten Giebel liegen.

Ein Autofahrer hatte das Feuer gegen 2.30 Uhr bemerkt. „Die Decken sind eingestürzt“, sagt Einsatzleiter Detlef Bake gegen 6 Uhr gegenüber dem Mindener Tageblatt. Als die Feuerwehr kurz nach dem Eingang des Alarms an dem Haus eintraf, habe das Haus bereits komplett in Flammen gestanden. Über ganz Kleinenbremen lag eine Rauchwolke. Das Feuer war nach Worten einiger Rettungskräfte schon „aus weiter Ferne zu sehen“.

Am Nachmittag musste die Feuerwehr Porta zu Nachlöscharbeiten ausrücken, da Brandnester aufgeflammt waren. Foto: rc
  • Am Nachmittag musste die Feuerwehr Porta zu Nachlöscharbeiten ausrücken, da Brandnester aufgeflammt waren. Foto: rc
Die Rintelner Straße musste wegen der Löscharbeiten komplett gesperrt werden - und bleibt bis auf weiteres gesperrt. Foto: MT/ck
  • Die Rintelner Straße musste wegen der Löscharbeiten komplett gesperrt werden - und bleibt bis auf weiteres gesperrt. Foto: MT/ck
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Laut Polizei drohen zwei Giebel einzustürzen. Zudem liegt im Innenbereich Brandschutt in einer Höhe von fast zwei Metern. Ersten Erkenntnissen der Brandermittler zufolge dürfte das Feuer im Wohnbereich entstanden sein. Von dort aus fraßen sich die Flammen durch zwei Decken und setzten das Gebäude in Vollbrand. Die Beamten haben mittlerweile die Staatsanwaltschaft informiert. Wann ein Betreten der Brandruine möglich sein wird, steht nach Auskunft der Polizei noch nicht fest.

Außer der Feuerwehr und der Polizei sind auch Vertreter des Ordnungs- und des Bauamtes der Stadt Porta Westfalica in den Einsatz eingebunden. Aufgrund der Löscharbeiten ist die Rintelner Straße zwischen der Alten Straße und der Straße Emme bis auf Weiteres gesperrt. Angaben zur Höhe des Schadens kann die Polizei derzeit noch nicht machen.




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