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Halle der Pinta Abdichtungstechnik niedergebrannt / Keine Verletzten / Bindemittel ausgetreten / Fischsterben

Update: Großbrand ist gelöscht

BÜCKEBURG. Bei einem Großbrand bei der Pinta Abdichtungstechnik ist am Mittwochnachmittag im Gewerbegebiet Kreuzbreite eine Industriehalle komplett niedergebrannt. Alle Mitarbeiter konnten die Halle unverletzt verlassen. Es entstand erheblicher Sachschaden.

veröffentlicht am 26.09.2018 um 16:14 Uhr
aktualisiert am 26.09.2018 um 19:48 Uhr

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die Industriehalle von Pinta Abdichtungstechnik in der Kreuzbreite bereits in voller Ausdehnung in Flammen, dicker schwarzer Qualm zog über das Gewerbegebiet in nordöstliche Richtung. Anwohner wurden auf
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite

Die Feuerwehr Bückeburg gab Stadtalarm und war mit allen Wehren im Einsatz. Sie hatte den Brand nach rund eineinhalb Stunden unter Kontrolle. Nach vorläufigen Informationen ist der Brand auf eine überhitzte Trocknungsanlage zurückzuführen. Über dem Gewerbegebiet stand eine schwarze Qualmwolke. Die Bevölkerung wurde über das Radio aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Die Umweltschutzeinheit des Landkreises wurde hinzugezogen, da Chemie in Brand geraten war. Fässer waren geplatzt, kontaminiertes Löschwasser floss in die Oberflächenkanalisation. Bei dem freigesetzten, bläulichen Stoff handelt es sich nach Angaben der Feuerwehr um ein Bindemittel, einem Verfärbungsmittel. Es bestehe keine Gefahr für Mensch und Umwelt, so der Pressesprecher der Feuerwehr Bückeburg, Moritz Gumin.

Vor Ort wurden Proben genommen. Mitarbeiter des Abwasserbetriebs waren vor Ort. In der Maulbeeke im Bereich des Friedhofs Scheier Straße kam es zu einem Fischsterben. Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises war vor Ort. Die Feuerwehr errichtete gemeinsam mit dem THW Sperren, um zu verhindern, dass das Wasser in den Schlossbach und damit ins Naturschutzgebiet Bückeburger Niederung fließt.

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Bläulich kontaminiertes Löschwasser floss in die Oberflächenentwässerung. In der Maulbeeke und dem Schlossbach kam es in der Folge zu einem Fischsterben. Foto: rc
  • Bläulich kontaminiertes Löschwasser floss in die Oberflächenentwässerung. In der Maulbeeke und dem Schlossbach kam es in der Folge zu einem Fischsterben. Foto: rc
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Bläulich kontaminiertes Löschwasser floss in die Oberflächenentwässerung. In der Maulbeeke und dem Schlossbach kam es in der Folge zu einem Fischsterben. Foto: rc
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Foto: fh

Ausgebrochen war der Brand gegen 16 Uhr. Beim Eintreffen der ersten Wehren stand die Halle bereits in Vollausdehnung in Brand. Die Feuerwehr ging mit der Drehleiter und Löschkanonen gegen die Flammen vor. Später wurden sechs Abschnitte gebildet, um den Brand zu bekämpfen. Die Bekleidung der Feuerwehrleute, die unter Atemschutz in die Halle eingedrungen waren, musste dekontaminiert werden.

„Ich habe von der Terrasse dicken schwarzen Qualm aus den Dachfenstern aufsteigen gesehen“, schilderte eine unmittelbare Nachbarin den Ausbruch des Brandes: „Ich bin sofort nach oben gerannt und habe meine Kinder in Sicherheit gebracht.“ Da die Feuerwehr bereits alarmiert war, habe sie sich dann die Schlüssel geschnappt, um auf dem angrenzenden Betriebshof geparkte Linienbusse ihres Unternehmens in Sicherheit zu bringen.

Rund um die Einsatzstelle brach im Berufsverkehr der Verkehr zusammen, teilweise wurden auch die anrückenden Feuerwehrfahrzeuge erheblich behindert. Zudem behinderten Gaffer die Löscharbeiten und ließen sich teilweise auch nicht von den Einsatzkräften vertreiben. Ein Busfahrer, der mit seinem Gefährt im Stau stecken geblieben war, wurde übel beschimpft. Er solle doch den Bus zur Seite fahren, weil er die Sicht behindere, schilderte der Busfahrer gegenüber unserer Zeitung.




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