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34-Jähriger in Lebensgefahr

UPDATE: Nach Messerstecherei nimmt Polizei Tatverdächtigen fest

In einem Wohnhaus an der Habichhorster Straße in Stadthagen hat sich am Donnerstagmorgen ein Gewaltverbrechen ereignet. Dabei wurde ein 34-Jähriger lebensgefährlich verletzt. Etwa sechs Stunden nach dem Vorfall konnte die Polizei einen 41-jährigen Tatverdächtigen festnehmen. Das Opfer schwebt in Lebensgefahr.

veröffentlicht am 05.04.2019 um 01:00 Uhr
aktualisiert am 05.04.2019 um 15:09 Uhr

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STADTHAGEN. Wie die Polizei mitteilt, wurde die Wache gegen 7.40 Uhr von der Rettungsleitstelle alarmiert. Dem Vernehmen nach hat das Opfer selbst den Notruf abgesetzt. Als die Beamten eintrafen, war der Mann bereits im Rettungswagen. Da er erhebliche Verletzungen erlitten hat, riefen die Einsatzkräfte einen Rettungshubschrauber dazu, der im hinteren Bereich des Hauses an der Habichhorster Straße landete und den 34-Jährigen mitnahm. Offenbar war mehrfach auf den Stadthäger eingestochen worden.

Die Art der Verletzungen wollte die Polizei nicht bestätigen. Allerdings musste ein weiterer Rettungswagen dazu gerufen werden, da in dem ersten Fahrzeug das Material ausging. Der Mann schwebt weiter in Lebensgefahr.

Der mutmaßliche Täter war zunächst flüchtig, die Polizei fahndete nach ihm mit einem Großaufgebot. Passanten hatten unter anderem im Bereich des Busbahnhofs am Viehmarkt eine blutverschmierte Person gesehen. Gegen 13 Uhr nahmen die Einsatzkräfte den 41-Jährigen auf dem Nordwall fest. Um wen es sich handelt, wollte die Behörde noch nicht weiter schildern. Nur so viel: Sowohl das Opfer als auch der mutmaßliche Täter leben in der Unterkunft. Sieben Zimmer und weitere Gemeinschaftsräume sind dort eingerichtet.

Wie Nils-Holger Dreißig von der Staatsanwaltschaft Bückeburg mitteilt, ist derzeit noch unklar, ob wegen des Anfangsverdachts eines versuchten Tötungsdeliktes oder aber gefährlicher Körperverletzung gegen den Stadthäger ermittelt wird. Der Mann wird am morgigen Freitag dem Haftrichter vorgeführt. Dieser entscheidet dann, ob der 41-Jährige in Untersuchungshaft muss. Vieles spricht dafür, da der Festgenommene offenbar keinen festen Wohnsitz hat.

Die Polizei brach mithilfe der Freiwilligen Feuerwehr Stadthagen mehrere Zimmer auf. Außerdem schauten die Beamten von der Hubrettungsbühne aus durch Dachfenster. Sie wollten so ausschließen, dass sich weitere Personen im Haus aufhalten.

UPDATE: In der Berichterstattung zu den Vorfällen von Donnerstagmorgen wurde zunächst als Tatort eine städtische Unterkunft benannt. Dazu möchte die Polizei richtigstellen: Es handelt sich nicht um eine städtische Unterkunft und auch nicht um eine Unterkunft für Asylsuchende. Die einzelnen Zimmer werden privat vermietet.

UPDATE2: Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bückeburg hat der Haftrichter beim Amtsgericht Stadthagen am Freitag Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung erlassen. Die weiteren Ermittlungen haben keine dringenden Gründe für Tötungsvorsatz ergeben. Auch ist der Zustand des Verletzten stabil. Der Beschuldigte befindet sich nunmehr in Untersuchungshaft. 




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