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Fahrer steht unter Drogen

Verfolgungsfahrt endet mit Unfall

PORTA WESTFALICA/BAD OEYNHAUSEN. Am Mittwochabend ist es im Rahmen einer Verfolgungsfahrt zu einem PKW-Unfall gekommen. Zuvor hatte sich ein 19-Jähriger aus Bad Oeynhausen einer Verkehrskontrolle entziehen wollen. Wie sich herausstellte, hatte er zuvor mutmaßlich Drogen konsumiert. Einsatzkräfte nahmen ihn fest.

veröffentlicht am 25.07.2019 um 15:02 Uhr

Gegen 19.10 Uhr bemerkte eine Streifenwagenbesatzung im Bereich der Möllberger Straße / Flickenweg einen mit drei Personen besetzten Opel Corsa, dessen Fahrer man kontrollieren wollte. Der Aufforderung der Beamten, den Pkw anzuhalten, kam der Fahrer nicht nach.

Stattdessen versuchte er sich der Kontrolle über verschiedene Gemeindestraßen in Porta Westfalica-Holzhausen, Möllbergen und Vennebeck zu entziehen. Hier kam es im Begegnungsverkehr zu einem Verkehrsunfall mit einem weiteren Pkw, als sich die beiden Außenspiegel berührten. In der Folge fuhr der 19-Jährige auf die Autobahn 2 in Fahrtrichtung Dortmund und verließ diese wieder über eine Notabfahrt zwischen den Anschlussstellen Bad Oeynhausen und Vlotho-West. Über weitere Gemeindestraßen in Vlotho und Bonneberg fahrend, erreichte das Fahrzeug die Stadtgrenze von Bad Oeynhausen im Ortsteil Lohe. Als der Fahrzeugführer den Wagen auf der Triftenstraße aus Richtung des Amtshausberger Weges fuhr, überholte er in einer langgezogenen Rechtskurve einen PKW und kollidierte in Nähe der Bergstraße gegen 19.25 Uhr frontal mit dem entgegenkommenden Mercedes einer 34-jährigen Bad Oeynhausenerin. Der Fahrer sprang anschließend aus dem Opel und setzte seine Flucht zu Fuß talwärts fort. Ein Beamter nahm fußläufig seine Verfolgung auf und konnte den Heranwachsenden schließlich in der Fichtestraße stellen und festnehmen. Währenddessen löschte ein weiterer Beamter den aufkommenden Brand am Opel und kümmerte sich um die weiteren Unfallbeteiligten.

 Bei der Kollision wurden die beiden Fahrzeugführer sowie die beiden Insassen des Opels (17, 19) verletzt. Sie wurden von Rettungskräften in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Wegen des Verdachts auf Betäubungsmittel-Konsum entnahm man dem Fahrer eine Blutprobe. Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass der Unfallverursacher nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist.

Nach Feststellung seiner Personalien konnte der 19-Jährige nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Bielefeld aus dem Krankenhaus entlassen werden. Die Beamten fertigten eine Strafanzeige gegen ihn. Auch der Fahrzeughalter wird mit der Zustellung einer Strafanzeige rechnen müssen. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und wurden abgeschleppt.

Neben starken Einsatzkräften der Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke, wurden Kräfte des Polizeipräsidiums Bielefeld und der Kreispolizeibehörde Herford zur Unterstützung herangezogen. Ein zuvor angeforderter Polizeihubschrauber aus Dortmund konnte den Einsatz während des Anfluges abbrechen. Dies galt auch für Einsatzkräfte der Kreispolizeibehörde Paderborn.




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