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Polizei: Täter richten hohen Sachschaden an

„Vom Netz abgeschnitten“ – Diebe sorgen für Störung

BÜCKEBURG. Unbekannte Täter haben für eine große Telefon- und Internet-Störung bei Vodafone-Kunden in Bückeburg gesorgt. Auch bei der Deutschen Bahn kam es nach Angaben der Polizei zu Ausfällen einer Signalleitung. Offenbar hatten es die Täter auf das Kupfer in den Kabeln abgesehen – so die Vermutung der Ermittler.

veröffentlicht am 10.08.2020 um 13:08 Uhr
aktualisiert am 10.08.2020 um 18:30 Uhr

Leonhard Behmann

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Wann genau die Kabeldiebe zugeschlagen haben ist unklar. Erst am Wochenende sei die Störung bei der Deutschen Bahn und dem Telekommunikationsprovider aufgefallen. Doch schon am Mittwoch seien erste Störungen bei Vodafone registriert worden, berichtet Hauptkommissar Matthias Auer. Schließlich hätten Techniker bei einer Kontrolle an den verlegten Fernkabeln Beschädigungen und Zerstörungen festgestellt.

Die Diebe hätten zunächst einen Kabelschacht in der Weststadt, der parallel zur Bahnlinie Hannover-Minden verläuft, freigelegt und anschließend Ummantelungen der Kabel durchtrennt. „Die Unbekannten richteten allerdings nur einen beträchtlichen Schaden an - sie suchten ohne Wertstoffe das Weite“, berichtet Matthias Auer.

Warum die Täter ohne Beute flüchteten, ist unklar. „Möglich, dass sie bei der Tat gestört wurden“, vermutet der Hauptkommissar.

Rund 240 Vodafone-Kunden seien nach der Tat „im wahrsten Sinne vom Netz abgeschnitten gewesen“, sagt Vodafone-Sprecher Volker Petendorf auf Nachfrage unserer Zeitung. Man habe das Problem aber sofort erkannt und andere Strecken aktiviert. „Wir haben das Netz so umleiten können, dass 17 Stunden nach Auftreten der Störung alle Haushalte wieder Internet und Telefon nutzen konnten“, sagt Petendorf. Das defekte Glasfaserkabel werde in den nächsten Tagen von Technikern repariert. Petendorf geht davon aus, dass die Diebe nicht wussten, dass es sich um ein Glasfaserkabel handelt: „Sie wollten wohl Kupfer klauen und haben dann den Irrtum bemerkt“.

Die Polizei weist eindringlich darauf hin, dass der Aufenthalt an - und insbesondere das Berühren - der Kabelanlagen an Bahneinrichtungen lebensgefährlich und verboten ist.




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