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Obernkirchens größter Verein hat über 800 Mitglieder – Tendenz steigend

Alles im grünen Bereich bei den Kneippianern

Obernkirchen. Gleich zu Beginn gab Wiebke Klapp, Vorsitzende des Kneipp-Vereins, den Ton vor, der ihren Rechenschaftsbericht prägen sollte. „Alles im grünen Bereich!“, vermeldete sie den Mitgliedern, die zur Jahreshauptversammlung gekommen waren. Der Verein hatte den obligatorischen Termin mit einem Ausflug nach Bad Rehburg verbunden, wo man im „Carpe Diem“ zusammenkam.

veröffentlicht am 06.04.2016 um 19:02 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:34 Uhr

06. April 2016 19:02 Uhr

Obernkirchen. Gleich zu Beginn gab Wiebke Klapp, Vorsitzende des Kneipp-Vereins, den Ton vor, der ihren Rechenschaftsbericht prägen sollte. „Alles im grünen Bereich!“, vermeldete sie den Mitgliedern, die zur Jahreshauptversammlung gekommen waren. Der Verein hatte den obligatorischen Termin mit einem Ausflug nach Bad Rehburg verbunden, wo man im „Carpe Diem“ zusammenkam.

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Wiebke Klapp untermauerte ihre Diagnose zum Zustand des Vereins mit Zahlen. 810 Mitglieder hatte der Verein im vergangenen Jahr, ein Plus von neun Mitgliedern gegenüber dem Vorjahr. „Damit sind wir weiterhin Obernkirchens größter Verein“, stellte die Vorsitzende fest. Einen Blick lohnt auch die Altersstruktur, die man nur gesund nennen kann. Grob gerechnet, ist je ein Drittel unter 40, zwischen 40 und 60 sowie über 60 Jahre alt. Starken Applaus entlockte Wiebke Klapp den Mitgliedern mit der Mitteilung, dass „immerhin 35 Prozent der Mitglieder Männer sind“.

Mit ein paar zusätzlichen Zahlen unterstrich sie die Kraft des Vereins. Im vergangenen Jahr bot der Obernkirchener Verein 1503 Stunden Sport in geschlossenen Räumen und 267 Stunden Sport in der Natur an. „Wenn man das umrechnet, kommt man auf fünf Stunden Sport für jeden einzelnen Tag des Jahres.“ Das Angebot stellten 33 „hervorragend ausgebildete Übungsleiter“ sicher. Sie decken unter anderem ab: Physio- und Ergotherapie, Yoga und Breitensport, Kräuterkunde und Gedächtnistraining, Crossfit und Beckenbodengymnastik. „Unser Programm ist eine gute Mischung aus Trend und Tradition“, resümierte Wiebke Klapp.

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Besonders erfreulich habe sich der Gesundheitssport entwickelt, ergänzte Heike Radecke, Vorstandsmitglied und Übungsleiterin. Diese Sparte kümmert sich vor allem um Prävention und Reha. Mit Anja Hilgers gehört seit dem vergangenen Jahr eine Gesundheitsberaterin zum Kneipp-Team. Heike Radecke wies darauf hin, dass es insgesamt schwieriger geworden sei, Kinder und Jugendliche für die Angebote zu interessieren. „Die Kinder sind heutzutage ganztags in der Schule, und wenn sie rauskommen, wartet ein großes Freizeitangebot.“ Diese Probleme haben alle Vereine und Initiativen, nicht nur der Kneipp-Verein. „Also versuchen wir, die Kindern schon in der Schule zu ,besporten‘“, erklärte Heike Radecke. Insgesamt war die Jahreshauptversammlung geprägt von Zufriedenheit und Geschlossenheit. Daran änderte auch der Punkt „Beitragserhöhung“ nichts, der in anderen Vereinen schon mal hitzige Diskussionen auslöst. Erwachsene zahlen künftig 4,50 statt 3,50 Euro pro Monat. Wiebke Klapp konnte die Notwendigkeit erklären: Als 1998 die „Ochsenbruch-Halle“ abgerissen wurde, die die „Kneippianer“ rege nutzten, hatte die Stadtverwaltung für eine Übergangszeit einen Raumkosten-Zuschuss gewährt. „Diesen ‚Übergang‘ hat die Stadt jetzt aufgekündigt, was für uns – 18 Jahre nach dem Abriss – nicht ganz unerwartet kam.“ Die zusätzlichen Ausgaben, die Wiebke Klapp auf 3500 Euro pro Jahr taxierte, soll die Beitragserhöhung auffangen. Die Mitglieder sahen das ein, Gegenstimmen gab es keine.

Mit Gerda Voigt, Ulrike Lüersen und Annegret Möller konnte der Vorstand drei „Kneippianerinnen“ für 40-jährige Mitgliedschaft auszeichnen. Acht Frauen und Männer gehören dem Verein seit 25 Jahren an, 26 Frauen und Männer sind seit zehn Jahren dabei. Einen besonderen Dank holte sich auch Vera Schramme ab. Sie hat dem Verein 20 Jahre als Übungsleiterin geholfen, heute fungiert sie als Schatzmeisterin.

Gerda Voigt (li.) und Ulrike Lüersen sind seit 40 Jahren im Kneipp-Verein Obernkirchen. Foto: ab