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Ruderer des WSV mit Gästen von Bernburg bis Hitzacker unterwegs

Auf Saale und Elbe

veröffentlicht am 18.10.2016 um 17:34 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:33 Uhr

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RINTELN. Es war die längste Fahrt, welche die Ruderer in diesem Jahr unter den Kiel genommen hatten und bei traumhaftem Herbstwetter wohl auch eine der schönsten.

Alljährlich veranstaltet der Deutsche Ruderverband das „Deutsche Wanderruderertreffen“. Gastgeber war in diesem Jahr der RC in Bernburg an der Saale für die dreitägige Mammutveranstaltung mit rund 400 Teilnehmern. Neben „Buntem Abend“, Kulturprogramm und Ehrungen (die Schülerruderriege des Gymnasiums Ernestinum wurde als Sieger der Schulen ausgezeichnet) stand auch eine Tagesfahrt über 35 Kilometer von Wettin aus, der Heimat der Herzöge und Könige von Sachsen, auf dem Programm. Strömender Regen von früh bis spät, aber die Stimmung blieb unverändert gut.

Ab Sonntag dann übernahm Fred Hoppe vom WSV Rinteln die Fahrtleitung und schon begann das sprichwörtliche „Hoppewetter“: eitel Sonnenschein, kaum Wind und Natur pur.

Die Rintelner hatten wieder Gäste eingeladen und so war die Zusammensetzung international: Dänen, Schweizer, Österreicher und Freunde vom Bodensee bis Hamburg, von Speyer bis Berlin waren gekommen.

Am ersten Tag ging es noch einmal auf der Saale an Calbe vorbei zur Mündung in die Elbe bei Barby. Da der gewaltige Fluss, wie fast alle Flüsse im Land, Niedrigwasser hatte, war der Schiffsverkehr völlig zum Erliegen gekommen und selbst die Ruderboote mussten sich an die Fahrrinne halten, um nicht auf eine Sandbank aufzulaufen.

Die Strecke bis Magdeburg war mit nur 32 Kilometer ziemlich kurz und so wurde der Nachmittag zur Besichtigung des größten europäischen Wasserstraßenkreuzes Magdeburg-Rothensee, welches die Überquerung des Mittellandkanals über die Elbe ist, genutzt. Übrigens hatte ein Ur-Rintelner, Thomas Menzel, die Bauaufsicht geführt.

Der berüchtigte „Domfelsen“ in Magdeburg wurde trotz des extremen Wasserstandes ebenfalls gut gemeistert und unter der A 2 und dem 900 Meter langen Trog des Mittellandkanals entlang erreichte man Rogätz. Nun wurde das Standquartier von Nienburg/Saale nach Tangermünde verlegt. Hier stand am folgenden Tag eine interessante Stadtführung durch die frühere Kaiserstadt von Karl IV. auf dem Programm.

Am Dienstag stand die längste Etappe bis Rühstädt im Fahrtenheft, immerhin 50 Kilometer durch das große Biosphärenreservat. Seeadler, Milane, 10 000 Kiebitze und mehr als 100 000 Gänse bevölkerten die Buhnen und Strände oder zogen in großen Schwärmen am Himmel Richtung Süden.

Über Wittenberge und an der Festung Dömitz vorbei, wo der Dichter Fritz Reuter im Gefängnis saß, erreichte man am Backbordufer Niedersachsen mit dem kleinen Städtchen Schnackenburg. Ab hier war die Elbe früher Grenzfluss zwischen der DDR und der Bundesrepublik. Am Steuerbordufer standen noch vereinzelt Wachtürme der Volksarmee und kündeten von der langen Teilung des Landes.

Am letzten Tag erreichten die Ruderinnen und Ruderer das Fahrtendziel in Hitzacker, Geburtsort des verstorbenen niederländischen Prinzen Claus von Amsberg.

Bei einem zünftigen Abschiedsabend ließ der Fahrtleiter noch einmal die Fahrt Revue passieren. Die Teilnehmer bedankten sich mit kleinen Geschenken für die erneut gute Organisation bei Fred Hoppe. Am nächsten Tag stoben die Gastruderer wieder in alle Himmelsrichtungen davon und die WSVer erreichten mit den Booten ihr Clubhaus am Doktorsee.red




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