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Jahresversammlung Feuerwehr Ahe

Fehlalarme mindern nicht die Motivation

AHE. Trotz der vielen Fehlalarme „sind die aktiven Kameradinnen und Kameraden motiviert“, gewann Ortsbrandmeister Reinhard Möller dem unerfreulichen Thema bei der Jahresversammlung auch eine positive Seite ab.

veröffentlicht am 09.02.2017 um 17:36 Uhr

Heinrich Söffker gehört seit 60 Jahren zur Ortsfeuerwehr Ahe.
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Autor

Werner Hoppe Reporter
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AHE. „Im zurückliegenden Jahr hatten wir zehn Brandeinsätze zu verzeichnen.“ Was Ortsbrandmeister Reinhard Möller zu Beginn seines Berichts zur Jahresversammlung vorlegte, hörte sich gewaltig an für eine kleine Ortsfeuerwehr. Bei näherer Betrachtung relativiere sich das Bild, machte Möller aber umgehend mit seiner Aufschlüsselung der Statistik deutlich.

Von den zehn Brandeinsätzen seien allein „sieben durch automatisierte Brandmeldeanlagen ausgelöst worden“ und davon wiederum fünf, mutwillig, ohne begründeten Anlass beziehungsweise Brandfall. Unter dem Strich blieben für die Ortsfeuerwehr Ahe im Verbund mit dem neu gebildeten Zug SEK-A (Steinbergen/Engern/Ahe) vier Alarmierungen zu tatsächlichen Bränden.

Trotz der vielen Fehlalarme „sind die aktiven Kameradinnen und Kameraden motiviert“, gewann der Ortsbrandmeister dem unerfreulichen Thema auch eine positive Seite ab. Allerdings habe er sich für das Jahr 2016 „eine etwas höhere Dienstbeteiligung“ gewünscht. Die angesetzten regulären Übungsdienste seien für alle Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden gedacht und nicht nur für den harten Kern.

Jörg Plenert hatte die höchste Dienstbeteiligung und ist erneut Feuerwehrmann des Jahres geworden. Fotos: who

Damit steckte Möller zugleich ein Ziel für dieses Jahr, das Jörg Plenert wieder einmal mehr als erfüllt hatte. Wie schon etliche Male vorher hatte Plenert mit der höchsten Dienstbeteiligung (2016 waren es 106 Stunden an 39 Tagen) den Ehrentitel Feuerwehrmann des Jahres errungen. Aber an Motivation fehle es auch bei den jungen Einsteigern nicht, lobte Möller Luisa Neumann zu ihrer Beförderung zur Feuerwehrfrau und Jörg Kriehn zum Feuerwehrmann. Beide hatten im vergangenen Jahr den Truppmann-1-Lehrgang auf Kreisebene absolviert und „Jörg Kriehn hat als Lehrgangsbester die Prüfungen bestanden“, wie schon im Vorjahr Caroline König. Und auch Luisa Neumann habe ihre Ausbildung „mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen“. Darüber hinaus seien sowohl Luisa Neumann als auch Jörg Kriehn Paradebeispiele dafür, dass ein Quereinstieg (ohne den Weg über die Jugendfeuerwehr) möglich sei.

Motivation und Attraktivität sind wesentliche Bringer, verdeutlichte Reinhard Möller am Beispiel Einsatzzug SEK-A. Durch dessen Bildung sei „die Attraktivität unserer Ortsfeuerwehr erheblich gestiegen“ durch vielseitigere Ausbildung sowie Verfügbarkeit zusätzlicher technischer Ausrüstung.

Aber auch schon vor über 30 Jahren muss die Ortsfeuerwehr Ahe attraktiv gewesen sein, machte Möller am Beispiel von Reinhard Röske fest, den er nach Erreichen der Altersgrenze in den Feuerwehr-Ruhestand verabschiedete. Der damals 30-jährige sei nach Überzeugungsarbeit seines damaligen Nachbarn Wilhelm Buchmeier (ehemals Ortsbrandmeister von Ahe und anschließend auch Stadtbrandmeister von Rinteln) in die Ortsfeuerwehr eingetreten. Röske, der sofort nach seinem Eintritt zahlreiche Lehrgänge absolviert hatte, war unter anderem von 1991 bis 2010 Gruppenführer der Ortsfeuerwehr Ahe sowie von 1997 bis 2012 stellvertretender Ortsbrandmeister.

Heute ist Stefan Wolff stellvertretender Ortsbrandmeister von Ahe, der zur Jahresversammlung seine Beförderung zum Hauptlöschmeister empfing. Zwar nicht befördert, dafür aber geehrt und ausgezeichnet für langjährige Mitgliedschaft wurden Frank Ruhe, der seit 40 Jahren aktiv dabei ist, sowie Heinrich Söffker, der vor 60 Jahren in die damalige Freiwillige Feuerwehr Ahe eingetreten war und unter anderem über Jahrzehnte als Schriftführer zum Kommando gehörte.




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