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Freiwillige Feuerwehr Friedrichswald

Frauke Dreier ist Rintelns erste Ortsbrandmeisterin

FRIEDRICHSWALD. Weil Ortsbrandmeister Jakob Höller auf der Jahresversammlung der Feuerwehr Friedrichswald sein Ehrenamt aus persönlichen Gründen abgeben wollte, ist nun mit der 21-jährigen Frauke Dreier eine junge Frau die erste Ortsbrandmeisterin einer Rintelner Feuerwehr.

veröffentlicht am 09.03.2017 um 17:47 Uhr

Frauke Dreier tritt die Nachfolge von Jakob Höller (Mi.) als Ortsbrandmeister von Friedrichswald an. Christoph Schlegel wird neuer Stellvertreter. Foto: who
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Autor

Werner Hoppe Reporter
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FRIEDRICHSWALD. Bei der Jahresversammlung der Ortsfeuerwehr Friedrichswald lieferte Ortsbrandmeister Jakob Höller die Überraschung des Abends. Der junge Feuerwehrchef, der selber erst im Jahr 2015 sein Amt übernommen hatte, beantragte die Neuwahl für die Position des Ortsbrandmeisters. Die Anforderungen, die das Amt mit sich bringt, seien durch sein Studium und familiäre Belange höchst wahrscheinlich nicht mehr zufriedenstellend zu leisten, gab Höller der Versammlung zu verstehen.

Ganz so überraschend war‘s dann aber wohl doch nicht, denn aufgeräumt und ruhig wie man es von ihm kennt, leitete Höller persönlich den gewünschten Wechsel mit der Wahl eines Nachfolgers beziehungsweise einer Nachfolgerin ein. Da offensichtlich schon im Vorfeld alles gut vorbereitet war, stand sozusagen im Handumdrehen fest: Frauke Dreier soll ganz an die Spitze rücken. Die 21-jährige, die erst im vorigen Jahr den Vize-Posten übernommen hatte, ist damit die erste Ortsbrandmeisterin einer Rintelner Feuerwehr. Zum neuen stellvertretenden Ortsbrandmeister wählte die Versammlung Christoph Schlegel. Aber so ganz werde er sich doch nicht von der Ortsfeuerwehr verabschieden, versprach Jakob Höller, der selber ein Eigengewächs der Jugendfeuerwehr ist. Er stehe noch eine Weile zur Verfügung, um seine Nachfolgerin in ihr Amt einzuarbeiten. Insgesamt bleibt die Ortsfeuerwehr Friedrichswald mit ihrer jungen Mannschaft und Altgedienten auf „Betriebstemperatur“. Das unterstrichen die sechs Beförderungen, für Jakob Höller zum Löschmeister, André Geuting (Hauptfeuerwehrmann), Fabio Menzel und Luise Höller (Oberfeuerwehrmann/Oberfeuerwehrfrau), Karina Niemeyer (Feuerwehrfrau). Christoph Schlegel, der zum Feuerwehrmann befördert wurde, will jetzt auf die Überholspur gehen, um die nötigen Qualifikationen für das Amt des stellvertretenden Ortsbrandmeisters zu erlangen.

Neuaufnahmen gab es zwar nicht zu verkünden, dafür hatte es im Laufe des vergangenen Jahres aber zwei Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr gegeben. Die Entwicklung in der Jugendfeuerwehr ist aber insgesamt „leider rückläufig. Es kommt voraussichtlich nichts nach“, bedauerte Jugendwart Thorsten Franz. Hintergrund: Nach Jahren des Aufbaus und der Expansion fehlt bei geburtenschwachen Jahrgängen schlichtweg der Nachwuchs. Nachdem die Jugendfeuerwehr zu Jahresbeginn 2016 noch sechs Mitglieder gehabt habe, seien es gegen Jahresende nur noch sechs gewesen. Darum seien für 2017 gemeinsame Dienstabende mit den benachbarten Jugendfeuerwehren aus Wennenkamp und Goldbeck vereinbart seien. „Es geht einfach nicht mehr anders“, bedauerte Franz. Gemeinsame Übungen mit den Einsatzgruppen der Ortsfeuerwehren Goldbeck und Wennenkamp gehören ohnehin schon aus logistischen Gründen zum Dienstbetrieb, berichtete Noch-Ortsbrandmeister Jakob Höller.

Für die Ortsfeuerwehr Friedrichswald seien im vergangenen Jahr 1600 Stunden bei 75 Diensten und fünf Einsätzen angefallen, darunter einige Atemschutz-Übungen im Ort. Mit aktuell 29 Feuerwehrleuten in der Einsatzabteilung, darunter neun Atemschutzgeräteträger, sowie sechs Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr und 42 Förderern ist die Ortsfeuerwehr auch weiterhin gut aufgestellt.




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