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Von Laternenumzügen bis zu „kulinarischen Happen Pappen“ war alles dabei

Nur spärlicher Zuwachs in Rinteln

Rinteln (lsb). Die Tage, an denen Kinder davon träumten Feuerwehrmann zu werden, scheinen sich dem Ende entgegen zu neigen – zumindest bei den Kindern aus Rinteln. Das wurde während der Jahreshauptversammlung der Schwerpunktfeuerwehr Rinteln im Brückentorsaal deutlich. „Der Zuwachs lässt merklich nach, bei der Feuerwehr wie auch bei unserem Blasorchester“, so Ortsbrandmeister Thomas Blaue. „Deshalb freuen wir uns speziell über die Verpflichtung der drei Feuerwehrmannanwärter Julian Klinke, Jan-Philip Bräuer und Alexander Thürmer.“ Erfreulich ist jedoch auch, dass die Kindergruppe „Glühwürmer“ der Feuerwehr Rinteln mit zwölf Mitgliedern gut bestückt ist.

veröffentlicht am 01.02.2011 um 09:11 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 20:22 Uhr

„Wir versuchen, immer etwas Passendes zu den verschiedenen Jahreszeiten anzubieten“, erzählte Rintelns Kindergruppenleiterin Heike Franzmeier. „Zum Beispiel haben wir mit unseren zwölf Kindern im Sommer Lauf- und Wasserspiele und im Winter natürlich Spiele und andere Aktivitäten im Schnee veranstaltet.“ Ein besonderer Höhepunkt, so berichtet Franzmeier, sei ein Einsatz in der Klosterstraße gewesen, zu dem die Gruppe gegangen ist, um den Kameraden zuzusehen.

Nicht weniger aktiv ging es im vergangenen Jahr bei der Jugendfeuerwehr zu: Neben allgemeiner Jugendarbeit und der Teilnahme an den alljährlichen Regionalwettbewerben begleiteten die 27 Mitglieder der Jugendgruppe unter anderem den Comenius-Kindergarten Rinteln bei seinem Laternenumzug am Martinstag. Außerdem bedankte sich die Jugendfeuerwehr für die Neuanschaffungen, die dank einiger Sponsoren im vergangenen Jahr möglich waren.

Ruhiger ging es dafür in der Altersabteilung zu: Das erste Treffen im vergangenen Jahr fand bei Grütze mit Brot und Gurken statt, gefolgt von weiteren „kulinarischen Happen Pappen“ im Lauf des Jahres. Allerdings gab es auch weniger schöne Momente für die Feuerwehr.

Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz würdigte die Arbeit der Schwerpunktfeuerwehr Rinteln mit dem Hinweis darauf, dass diese den Bürgern der Stadt durch „Zuverlässigkeit, Motivation und hohen Ausbildungsstand eine hochgradige Sicherheit vermittelt“. 2010 sind die Fahrzeuge der Feuerwehr Rinteln während ihrer insgesamt 129 Einsätze eine beachtliche Strecke von insgesamt 20 000 Kilometern gefahren. Darunter waren es 80 Brandeinsätze, wie zum Beispiel die Großbrände am Doktorsee und am alten Jibi-Markt und 49 technische Hilfeleistungen wie Menschenrettungen und Unwettereinsätze.

Buchholz berichtete, dass der Rat der Stadt Rinteln eine Verpflichtungsermächtigung für das Jahr 2012 in den Haushalt dieses Jahres aufgenommen hat, um die Beschaffung eines Hilfeleistungs-Löschfahrzeugs (HLF) zu ermöglichen. Aufgrund finanzieller Probleme werden dann die beiden bisherigen Rüstwagen durch das HLF mit spezieller umfangreicher Brandschutzausrüstung ersetzt. Das hielt Blaue für ausreichend.

Außerdem wurden mehrere Beförderungen ausgesprochen: von Tobias Bödeker und Dirk Rauchfuß zum Feuerwehrmann, von Heike Franzmeier zur Oberfeuerwehrfrau und Riccardo Krzensk zum Oberfeuerwehrmann, von Marco Menzel und Lars Ludwig zum Oberlöschmeister und von Hellmuth Everding zum Brandmeister, die anschließend mit einem dreimaligen „Gut Wehr!“ ihrer Kameraden beglückwünscht wurden.

Hellmuth Everding wird von Stadtbrandmeister Friedel Garbe (r.) und dessen Stellvertreter Bernd Entorf zum Brandmeister befördert.




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