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Zwölf Ruderer von TuS Niedernwöhren und WSV Rinteln auf Lahn unterwegs

Rudergemeinschaft auf Wanderfahrt

Rinteln (rd). Seit mehr als zehn Jahren besteht die Ruderfreundschaft zwischen der Ruderriege im TuS Niedernwöhren und den Ruderern des Wasser-Sport-Vereins (WSV) Rinteln.

veröffentlicht am 15.07.2010 um 18:58 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 22:22 Uhr

Die Ruderfahrten finden jährlich abwechselnd auf dem Mittellandkanal oder auf der Weser statt. Ins Leben gerufen wurde diese Gemeinschaft von Friedrich Meier, Ehrenvorsitzender des Kreissportbundes, und Friedrich-Wilhelm Hoppe, Ehrenvorsitzender des WSV Rinteln.

Jetzt haben die beiden Rudervereine zum ersten Mal eine gemeinsame dreitägige Wanderfahrt auf der Lahn unternommen. Von Wetzlar führte die Strecke über Weilburg, Runkel, Limburg und Diez bis Nassau.

Zwölf Aktive beider Vereine – mit Ausnahme von Ruderin Susanne Brunken alles Männer – trafen sich am Bootshaus am Doktorsee und machten sich auf den Weg an die Lahn. Zur Einsatzstelle in Wetzlar brachten Ruderer aus Neuwied zwei Doppelvierer mit Steuermann.

Die obere Lahn ist bis Weilburg keine Bundeswasserstraße und sich damit fast selbst im natürlichen Flussbett überlassen. Die erforderte Aufmerksamkeit lag bei den Steuerleuten, welche manche Engstelle, Stromschnelle und Kribben überwinden mussten. Die im Abstand von etwa vier bis fünf Kilometern anstehenden Schleusen mussten per Hand selbst bedient werden. Nach einer Mittagsrast in Oberbiel erreichten die Boote Weilburg, wo die Ruderer das barocke Schloss mit seinem Park besuchten.

Am zweiten Rudertag mussten 37 Kilometer bewältigt werden, die zunächst durch einen Tunnel führten. Danach legten die Boote in der Stadt Runkel an. Weiter ging es dann am Denkmal Kaiser Konrads I. vorbei zum Etappenziel Limburg, wo eine Stadtführung durch die Domstadt mit mehr als 800 Fachwerkhäusern den Tag beschloss.

Die letzte Etappe erstreckte sich über 41 Kilometer. Da die Lahn ab hier Bundeswasserstraße ist, wurden die Schleusen durch Schleusenwärter bedient. Eine Erholungspause gab es noch im Wirtshaus in Laurenburg. Die Ruderer erreichten um 17 Uhr am Nachmittag das letztliche Ziel, Nassau.

Etwas erschöpft aber auch stolz über das Geschaffte, erreichten die Ruderer am Abend wieder ihren Heimathafen in Rinteln beziehungsweise Niedernwöhren. Organisator Friedrich-Wilhelm Hoppe kündigte an, dass im nächsten Jahr ebenfalls eine Rudertour stattfinden wird – wahrscheinlich auf der Saale.




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