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Feuerwehr Krankenhagen

St. Florian sucht noch immer ein Zuhause

KRANKENHAGEN. Die Freiwillige Feuerwehr Krankenhagen wartet noch immer auf den vorgesehenen Baubeginn für ihr neues Gerätehaus. Dies war Thema bei der Jahresversammlung.

veröffentlicht am 27.01.2017 um 10:48 Uhr

Lohn für Engagement für die Feuerwehr im Allgemeinen sowie Lehrgangsfleiß im Besonderen. Löschmeisterin beziehungsweise Löschmeister heißt der neue Dienstgrad für Sascha Vogt und Mareike Schlüter.
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Autor

Werner Hoppe Reporter
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KRANKENHAGEN. Gustav Kleindiek, Mitglied der Altersabteilung der Ortsfeuerwehr Krankenhagen, hatte ihn zur Jahresversammlung 2016 gestiftet: St. Florian, den Schutzpatron als Statue im (ansehnlichen) Kleinformat. Im Foyer des noch zu bauenden neuen Gerätehauses auf dem ehemaligen Volksbank-Gelände werde der Heilige einen Ehrenplatz bekommen, hatte Ortsbrandmeister Achim Wächter dazu versprochen. Indessen laufen gerade mal die Vorplanungen für den Neubau, und „Florian sucht immer noch sein Zuhause“, obwohl der erste Spatenstich für 2016 versprochen worden war, eröffnete der Ortsbrandmeister zwölf Monate später die Jahresversammlung anno 2017.

Noch kein neues Haus, das bedeutet auch noch kein Ehrenplatz für Flori im Foyer. Darum nahm der Patron zunächst mit einem temporären Plätzchen auf dem Vorstandstisch des Feuerwehr-Ortskommandos vorlieb. Geduldig verfolgte der Heilige die Versammlung mit und hörte, wie der Hochbauamtsleiter der Stadt Rinteln, Andreas Wendt, den Zeitpunkt für den Baubeginn einschätzte auf „erster Spatenstich vielleicht in diesem Jahr“.

Wunschziele und deren Verwirklichung sind leider nicht immer deckungsgleich, zeigte Wendt am konkreten Beispiel auf. Der Neubau von Feuerwehrgerätehaus und Bürgerhaus Krankenhagen seien nicht voneinander zu trennen. Knackpunkt ist, dass beide Projekte zusammen auf einem Grundstück realisiert werden sollen und nur mit Zuschüssen aus Fördertöpfen zu stemmen sind.

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Geehrt als passive Mitglieder beziehungsweise Fördermitglieder: Manfred Sasse (v.li.) gehört seit 25 Jahren zur Ortsfeuerwehr Krankenhagen, Ralf-Peter Wunderlich sowie Heinrich Kuhlmann seit je 40 Jahren. Fotos: who

„Ohne Fördergeld geht’s nicht“, bat der Bauamtsleiter um Geduld, nicht zuletzt, weil neue Wünsche (wie zum Beispiel alles auf einer Ebene und barrierefrei) Änderungen des Planentwurfs des Krankenhäger Arbeitskreises Dorferneuerung bedingen. Der endgültige Plan werde aber „erst ausgearbeitet, wenn die Fördergelder sicher sind“, zeigte Wendt eine Zeitvariable auf. Dazu aber sein Versprechen: „Wenn das neue (Einsatzfahrzeug) LF 10 kommt, wird es mit Sicherheit im neuen Haus parken können.“

Das neue Haus kommt, und das neue LF 10 kommt mit Sicherheit, auch wenn die Termine noch nicht hundertprozentig fest stehen. Die Ortsfeuerwehr Krankenhagen nimmt’s gelassen und überbrückt die Wartezeit bis beim Abarbeiten von Einsätzen und beim ganz normalen „Tagesgeschäft“ wie theoretischer Ausbildung und praktischen Übungsdiensten. Und davon gab es im Jahr 2016 einige, belegte der stellvertretende Ortsbrandmeister Gunnar Hoppe beim Vortrag seines viereinhalbseitigen klein gedruckten Jahresberichtes.

Die Ortsfeuerwehr kann aktuell auf 45 Aktive zählen bei insgesamt 354 Mitgliedern. „Vor 18 Jahren waren wir circa 200“, machte der Ortsbrandmeister ganz nebenbei auf die Dynamik in seiner Truppe aufmerksam.

Wie viel Bewegung drin ist in der Ortsfeuerwehr Krankenhagen, ist nicht zuletzt auch an der vergleichsweise großen Anzahl von Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft und Beförderungen als Ergebnis von Engagement und Ausbildungsfleiß abzulesen. Für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft sollte dabei Heinz Requardt ausgezeichnet werden sowie Heinrich Redeker und Klaus-Dieter Budde für je 40 Jahre im aktiven Dienst und Malte Neumann, Jens Selzer sowie Marvin Voge als aktive Silberjubilare, dazu Heinrich Kuhlmann und Ralf-Peter Wunderlich für je 40 und Manfred Sasse für 25 Jahre Fördermitgliedschaft.

Im Zuge der Beförderungen rückten einen Dienstgrad nach oben auf der Feuerwehr-Karriereleiter: Mareike Schlüter zur Löschmeisterin, Sascha Vogt (Löschmeister), Sarah Höfig Michelle Neumann sowie Daniel Krimp (Oberfeuerwehrfrau/-mann). Und mit den ersten „richtigen“ Schulterstücke durften sich live Jonas Kintzen und Steffen Meier als Feuerwehrmänner sowie Franziska Keppler und Celina Rau als Feuerwehrfrauen dekorieren lassen.




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