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Sanierungsbedürftiges Schmuckstück

Stübchen des Spielmannszuges verursacht hohe Energiekosten

MEINSEN/WARBER. Die Sanierung seines Vereinsstübchens plant der Spielmannszug Meinsen-Warber, weil das Schmuckstück sich als Energiefresser entpuppt hat.

veröffentlicht am 09.03.2017 um 17:54 Uhr

Das Vereinsstübchen der Spielleute verursacht hohe Energiekosten. Foto: bus
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Autor

Herbert Busch Reporter
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MEINSEN/WARBER. Der Spielmannszug Meinsen-Warber plant die Sanierung seines Vereinsstübchens. Das von der Stadt Bückeburg gepachtete frühere Feuerwehrgebäude soll vor allem in energetischer Hinsicht auf Vordermann gebracht werden.

„Die Energiekosten fressen uns auf“, hieß es während der im Haus der Feuerwehr Meinsen-Warber-Achum tagenden Hauptversammlung des Spielmannszuges.

Das Stübchen war im April 2000 seiner Bestimmung offiziell übergeben worden. Nachdem die Vereinsmitglieder mehr als 2000 Arbeitsstunden und annähernd 30 000 D-Mark in die Herrichtung investiert hatten, sprachen viele Besucher anerkennend von einem „Schmuckstück“. In der jüngeren Vergangenheit erfolgte – im Anschluss an das Aussterben der örtlichen Gastronomie – eine Entwicklung zum Mittel- und Treffpunkt zahlreicher Vereine und Vereinigungen.

„Hier gibt es außer Kirchengemeinde und Feuerwehr keine Möglichkeiten des Zusammenkommens und Austausches mehr“, legte Zug-Chefin Claudia Wacker im Rahmen der Jahresversammlung dar. Schon aus diesem Grund sei das Gebäude unbedingt erhaltenswert. Allerdings hätten die Energiekosten des per Nachtspeicheröfen beheizten Hauses mittlerweile eine vom Verein kaum noch zu leistende Höhe erreicht. „2016 haben wir 2900 Euro für Strom bezahlt“, verdeutlichte die Vorsitzende.

Das Vorhaben ist bereits ein gutes Stück vorangeschritten. Ein im zurückliegenden Jahr an die Stadt gestellter Antrag fand Angaben von Ratsherr Andreas Paul Schöniger gemäß wohlwollende Aufnahme. Der aktuelle Kassenbericht des Vereins weist unter anderem eine aus der Ausschüttung eines Energiekonzerns stammende Spende in Höhe von 2860 Euro aus, die bei der Sanierung Verwendung finden soll.

Wie Schöniger weiter ausführte, ist seitens der Stadt und in Absprache mit Baubereichsleiter Jörg Klostermann beabsichtigt, Fördergeld aus dem „Leader“-Programm zu beantragen. Das aus dem Landwirtschaftsfonds der Europäischen Union für die Entwicklung des ländlichen Raumes finanzierte Programm verfolgt das Ziel, die ländlichen Räume der Europäischen Gemeinschaft zu stärken und in ausgewählten Regionen eine nachhaltige Entwicklung in Gang zu setzen. Das Antragsverfahren bedarf noch der Zustimmung der städtischen Gremien.

Zur Finanzierung könnte des Weiteren der von „Westfalen Weser Energie“ ausgeschriebene Förderpreis „Klima-Sieger“ beitragen. Bei dem unter dem Motto „sparen, sanieren, schützen“ gestellten Wettbewerb hat der Spielmannszug inzwischen die zweite Bewerbungsstufe erreicht. Über die Vergabe der Preise soll in diesem Monat entschieden werden. Der Energieversorger lobt für die teilnehmenden Vereine bis zu 25 000 Euro aus. Insgesamt steht ein Budget in Höhe von 150 000 Euro zur Verfügung.

„Falls alles klappt“, meinte Schöniger, „können wir eine neue Heizung einbauen sowie den Dachstuhl erneuern, dämmen und eventuell mit einer Solaranlage ausstatten.“ „Und dann wollen wir auch Malerarbeiten erledigen und uns um den Fußboden kümmern“, ergänzte Wacker.




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