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Die Überreste der Hingerichteten waren für allerlei Geschäfte gut

Aberglaube am Galgenberg

Die Hinrichtungsstätten vor den Toren der Städte waren seit alters her von Magie und Aberglauben umgeben. Solche Plätze errichtete man gern auf vorgeschichtlichen Grabhügeln, weil so die Seelen der Gehenkten den dort umgehenden heidnischen Dämonen anheimfallen sollten. Da sie in nicht geweihter Erde ruhten, waren sie nach Ansicht der Zeitgenossen auf ewig verdammt. Jede Stadt, jeder Ort, hatte bis in die frühe Neuzeit eine Richtstätte. In Hameln erinnert der Straßenname „Am Galgenberg“ daran, in Groß Berkel der „Todenberg“.

veröffentlicht am 17.11.2018 um 10:20 Uhr

Dieses 1622 erschienene Flugblatt zur Hamelner Rattenfängersage zeigt deutlich auch den Galgenberg östlich von Hameln. Foto: Archiv

Autor:

Victor Meissner



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