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Spektakel am Himmel vielerorts gut sichtbar

Der Blutmond

Seltenes Bild für Frühaufsteher: Der Vollmond schimmerte am Montagmorgen während einer totalen Mondfinsternis rötlich. Das sah man in weiten Teilen Deutschlands. „Heute haben wir sogar eine sehr helle Finsternis“, sagte die Leiterin des Planetariums in Bochum, Susanne Hüttemeister.

veröffentlicht am 21.01.2019 um 15:44 Uhr

Dieses Foto gelang unserem Leser Jens Riesener. foto: Jens Riesener

Autor:

Anne-Sophie Galli
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Besonders in der Mitte Deutschlands habe man die Mondfinsternis gut sehen können, sagte DWD-Meteorologe Robert Hausen. Vor allem im Norden und im Alpenvorland machte das Wetter den Mond-Fans einen Strich durch die Rechnung: Viele Wolken verdeckten dort die Sicht.

Zu einer solchen Mondfinsternis kann es nur bei Vollmond kommen. Sonne, Erde und Mond liegen dabei genau auf einer Linie. „Die Mondbahn ist geneigt gegen die Erdbahn“, erklärte Hüttemeister. „Deswegen läuft der Mond normalerweise südlich oder nördlich vorbei am Erdschatten. Heute trifft er ihn genau.“

Auch die Polizei Hameln machte ein Foto vom roten Mond und twitterte: „Mond kaputt? Keine Sorge. Dem Mond geht es gut. Also kein Grund, bei der #Polizei anzurufen. Der Erdtrabant hat sich heute Morgen kurz ein neues Gewand übergezogen. In der nächsten Nacht sieht er wieder so aus, wie wir ihn kennen.“ Auf Nachfrage antwortete die Polizei mit einem augenzwinkernden Emoji, dass niemand angerufen habe.

2 Bilder
Dewezet-Fotograf Frank Neitz schoss diese Aufnahme vom Blutmond am Hamelner Himmel.

Das Schauspiel begann gegen 4.34 Uhr, als der Vollmond langsam in den Kernschatten der Erde rückte. Um etwa 5.41 Uhr war der Mond vollkommen darin verschwunden – die totale Mondfinsternis begann.

Von 6.44 Uhr an rückte der Mond wieder langsam aus dem Kernschatten heraus. Da der Mond gerade auf einem besonders erdnahen Abschnitt seiner in etwa elliptischen Bahn ist, erscheint er zudem besonders groß.

Wer den kupferroten Mond verpasst hat, muss sich etwas gedulden: Zwei richtig gut von Deutschland aus zu sehende totale Mondfinsternisse werde es erst Silvester 2028 und in der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember 2029 geben, schreibt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Zuvor können von Deutschland aus allenfalls kurze Abschnitte solcher Ereignisse beobachtet werden.




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