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Marienburg, Fürstenberg, Hämelschenburg

Neues aus den Schlössern im Norden

Kindergeburtstag im Schloss? Oder heiraten in großem Stil? Schlösser in Niedersachsen lassen sich einiges für Touristen einfallen, denn die Unterhaltungskosten für die historischen Gebäude sind hoch. Was gibt es Neues?

veröffentlicht am 06.03.2019 um 14:49 Uhr

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Die Schlösser und Burgen in Niedersachsen starten mit neuen Angeboten in die Saison. Schloss Bevern etwa ist in den vergangenen Jahren bei Hochzeitspaaren zunehmend beliebter geworden. Auf Schloss Bückeburg lädt Hausherr Alexander zu Schaumburg-Lippe zu Dinner-Shows und klassischen Konzerten ein. Sieben Schlösser schließen sich in diesem Jahr der Deutschen Märchenstraße an (wir berichteten), ein Zusammenschluss von Orten mit Bezug zu den Märchen der Gebrüder Grimm. Die neuen Häuser erhoffen sich dadurch neue Besucherkreise. Was gibt es sonst noch Neues in den Schlössern? Von Victoria Förster

Schloss Bückeburg:

Auf Schloss Bückeburg gibt es Deutschlands einzige Hofreitschule. Regelmäßig wird dort in originalgetreuen Kostümen barocke Reitkunst vorgeführt. Hausherr Alexander zu Schaumburg-Lippe und seine Partnerin sind große Musikliebhaber und laden oft zu klassischen Konzerten ein. Auch Meisterkurse für junge Musiker finden im Schloss statt. Veranstaltungen wie die Gartenmesse „Landpartie“ oder der Weihnachtsmarkt ziehen laut Schlossverwalter Alexander Perl jährlich Zehntausende Gäste an. Das Schloss mit Eintrittsgeldern zu unterhalten, sei aber nicht möglich, heißt es.

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Schloss Hämelschenburg:

Die Nachfrage nach Hochzeiten ist groß auf Schloss Hämelschenburg. Schon jetzt hätten Paare Termine für 2021 reserviert, heißt es aus der Verwaltung. Noch befindet sich das Schloss aber im Winterschlaf – die Saison auf Hämelschenburg startet im April. Höhepunkte sind dann die Fohlenschau des Gestüts Hämelschenburg, das einst zum Schloss gehörte, sowie der Adventsmark.

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Schloss Marienburg:

Sowohl gruselig als auch märchenhaft zeigt sich Schloss Marienburg jungen Besuchern. Die Winter-Märchen-Führung sei bei Kindern besonders beliebt, teilte das Schloss mit. Auch Hochzeiten werden auf der ehemaligen Sommerresidenz der Welfen gerne gefeiert – für 2019 sind bereits alle Samstage ausgebucht. Daneben gibt es über den Sommer eine Reihe von Open-Air-Veranstaltungen. 2019 werden die Hörspiele „Jekyll, Hyde & Ich“ und „Orson Welles und der Krieg der Welten“ aufgeführt. Die Auswahl hatte das Publikum im vergangenen Jahr getroffen.

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Schloss Corvey:

Sinnlich können Menschen mit Demenz Schloss Corvey erleben. „Man muss die Sachen sehr einfach und anschaulich erklären und versuchen, einen Bezug zu den Menschen herzustellen“, sagt eine Museumsführerin. Die Räume des Schlosses sollen die Teilnehmer anregen, aus ihren eigenen Erinnerungen zu erzählen. Das Westwerk aus der Karolingerzeit, das zu den ältesten seiner Art gehört, ist zu rund 80 Prozent erhalten und seit 2014 Weltkulturerbe der Unesco.

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Schloss Bevern:

Schloss Bevern ist mittlerweile ein Kulturzentrum mit Lesungen, Konzerten und anderen Veranstaltungen. Daneben sei das Schloss bei Hochzeitspaaren populärer geworden, heißt es aus der Tourismusabteilung: Die Nachfrage sei deutlich größer als das, was machbar sei. Bevern gilt als eines der bedeutendsten Schlösser der Weserrenaissance und ist in seiner Fassade fast vollständig erhalten.

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Schloss Pyrmont:

2019 sind auf Schloss Pyrmont Events wie die Theaterrevue „Urlaubsreif“ oder das Konzert „Schokolade – das Konzert“ geplant. Ab Jahresende wird sich eine Ausstellung im Schlossmuseum dem 300. Stadtjubiläum von Bad Pyrmont 2020 widmen. Interessant: Rund 60 Prozent der im Ort geschlossenen Trauungen finden auf dem Wasserschloss statt – Tendenz steigend. Gaben sich 2013 noch 42 Paare dort das Ja-Wort, waren es laut Standesamt 2018 bereits 73.

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Schloss Fürstenberg:

Das einzige Porzellanmuseum Norddeutschlands befindet sich in Schloss Fürstenberg. Dort können Besucher selbst Porzellan dekorieren. Außerdem zeigen Mitarbeiter in einer Besucherwerkstatt, wie etwa Henkel an Tassen garniert werden. Bis in die 1970er Jahre waren Teile der Porzellanproduktion im Schloss. Heute ist dort das Museum untergebracht. „Hier kann man die Exponate nicht nur ansehen, sondern auch anfassen“, sagt Kommunikationsleiter Andreas Blumberg. Ein Höhepunkt ist der jährliche Ostereiermarkt, bei dem rund 40 Künstler mehr als 10 000 Ei-Exponate ausstellen.

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