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Visite bei Pionieren / Tausende jubeln der Monarchin zu

Vor 25 Jahren: Elizabeth II.bringt royalen Glanz nach Hameln

Der 4. November 1993 war Stephanie Heises großer Tag. Nicht nur, dass sie an diesem Tag elf Jahre alt wurde. Queen Elizabeth II. war zu Besuch in der Rattenfängerstadt und sprach der damaligen Schülerin während eines Rundgangs höchstpersönlich ihre Glückwünsche aus. Was bleibt nach 25 Jahren in Erinnerung, wenn einem keine Geringere als die britische Königin zum Geburtstag gratuliert hat?

veröffentlicht am 04.11.2018 um 07:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2018 um 10:30 Uhr

Die Queen verlässt das Hochzeitshaus. Foto: Wal
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Offenbar das Make-up der Monarchin. „Die Queen war die erste Frau, die ich jemals sah, die hell rosafarbenen Lidschatten trug“, erinnert sich die ehemalige Hamelnerin im Gespräch mit unserer Zeitung an die außergewöhnliche Begegnung. Heute lebt sie in New York. „Wir plauderten hauptsächlich darüber, was für ein schönes Alter elf sei“, so die Tochter des Hamelner Forstamtsleiters Ottmar Heise zum Smalltalk am Hochzeitshaus.

Um kurz nach 10 Uhr war die Königin am Posthof aus einem gepanzerten Mercedes gestiegen. Sie trug einen beigen Mantel und ein lila Barett-Hütchen. „Und eine adrette Handtasche“, weiß Stephanie Heise noch genau. Als die Queen – begleitet von Oberbürgermeisterin Christa Bruns, Oberstadtdirektor Werner Lichtenberg und dem britischen Verbindungsoffizier Michael Gudgin – durch den Michaelishof auf die Osterstraße trat, winkte sie der wartenden Menge zu. Beifall brandete auf. 10 000 Menschen standen hinter Absperrgittern, drängelten ein wenig, um einmal einen Blick auf die Königin werfen zu können. In Hamelns historischer Altstadt („Very beautiful“) ging die Monarchin auf einige Menschen zu, reichte ihnen die Hand, plauderte kurz mit ihnen.

Geblieben sind Erinnerungen – und eine royale Unterschrift. Im Hochzeitshaus zog die Queen den rechten, weißen Handschuh aus und schrieb mit einem bedächtigen Federzug ihren Namenszug auf ein weißes Blatt Papier im Goldenen Buch der Rattenfängerstadt. Nach gut einer Stunde war die Stippvisite in Hamelns guter Stube schon wieder vorbei. Die Königin wurde bei Kaiserwetter mit Eskorte zu einem Übungsgelände an der Fischbecker Landstraße gefahren.

Im Hochzeitshaus kamen die Queen und Christa Bruns ins Gespräch. Foto: Dana
  • Im Hochzeitshaus kamen die Queen und Christa Bruns ins Gespräch. Foto: Dana
Das Goldene Buch mit der königlichen Unterschrift lagert im Stadtarchiv. Foto: fn
  • Das Goldene Buch mit der königlichen Unterschrift lagert im Stadtarchiv. Foto: fn
Dicht an dicht stehen die Menschen in der Osterstraße. Foto: Wal
  • Dicht an dicht stehen die Menschen in der Osterstraße. Foto: Wal
Die Königin unterhält sich mit Hamelnern. Foto: Wal
  • Die Königin unterhält sich mit Hamelnern. Foto: Wal
Die Queen gratuliert Stephanie Heise – in der Bildunterschrift fälschlicherweise Stefanie geschrieben – zum Geburtstag. Foto: Archiv
  • Die Queen gratuliert Stephanie Heise – in der Bildunterschrift fälschlicherweise Stefanie geschrieben – zum Geburtstag. Foto: Archiv
Besuch bei der Truppe auf einem Übungsgelände. Foto: Archiv
  • Besuch bei der Truppe auf einem Übungsgelände. Foto: Archiv
Im Hochzeitshaus kamen die Queen und Christa Bruns ins Gespräch. Foto: Dana
Das Goldene Buch mit der königlichen Unterschrift lagert im Stadtarchiv. Foto: fn
Dicht an dicht stehen die Menschen in der Osterstraße. Foto: Wal
Die Königin unterhält sich mit Hamelnern. Foto: Wal
Die Queen gratuliert Stephanie Heise – in der Bildunterschrift fälschlicherweise Stefanie geschrieben – zum Geburtstag. Foto: Archiv
Besuch bei der Truppe auf einem Übungsgelände. Foto: Archiv

Sie stattete britischen Pionieren einen Besuch ab und verbrachte den Nachmittag mit den Soldaten. Das war der eigentliche Grund ihrer Reise ins Weserbergland. Denn es handelte sich um eine rein private Visite und nicht um einen Staatsbesuch.




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