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Tipps zur Überprüfung der Wasserqualität

Wie sauber sind die Badeseen?

Über die ökologische Qualität der deutschen Seen und Flüsse wird derzeit immer wieder öffentlich diskutiert. Viele Freizeitschwimmer und Urlauber machen sich Sorgen um ihre Gesundheit. Beim Schwimmspaß ist zwar Vorsicht geboten, denn in Gewässern können Bakterien, Viren und Parasiten lauern, die den Menschen krank machen. „Wer folgende Tipps beachtet, kann aber dennoch ungetrübten Badespaß haben“, sagt Christian Klameth vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Hameln.

veröffentlicht am 23.05.2018 um 13:23 Uhr
aktualisiert am 23.05.2018 um 15:59 Uhr

Der Humboldtsee bei Wallensen. Foto: Archiv/sto

Den offiziellen Badeseen im Weserbergland, zum Beispiel dem Doktorsee in Rinteln (Infos zum See als PDF) oder dem Humboldtsee bei Wallensen (Infos zum See als PDF), wird eine ausgezeichnete Wasserqualität bescheinigt. Die zuständigen Gesundheitsämter nehmen während der Badesaison regelmäßig Wasserproben. Viele Gewässer zählen allerdings nicht als offizielle Badestellen und sind deshalb nicht überwachungspflichtig. Wer dort badet, sollte die folgenden Hinweise ganz genau lesen.


Wasserqualität abfragen (ist nur bei offiziellen Badestellen möglich)
Verschmutzungen sind mit bloßem Auge nicht immer zu erkennen, auch klare Gewässer können mit Krankheitserregern belastet sein. Deshalb sollten sich Badefreunde vorab nach der Wasserqualität des Sees ihrer Wahl erkundigen, zum Beispiel auf der Internetseite des Umweltbundesamtes oder bei der zuständigen Gesundheitsbehörde (die Wasserbehörde von Hameln-Pyrmont und das Gesundheitsamt von Schaumburg). Grundsätzlich gilt: In Badegewässern mit mindestens sehr guter Qualität ist das Infektionsrisiko am geringsten.


Von trübem Wasser fernhalten
Sind Gewässer bläulich verfärbt und trüb, kann das ein Hinweis auf Blaualgen sein. Die sogenannten Cyanobakterien lösen Übelkeit, Durchfallerkrankungen und Hautirritationen aus. Belastete Gewässer sollten daher unbedingt gemieden werden. „Kinder sollten sich vom Ufer fernhalten und nicht im flachen Wasser spielen“, betont Christian Klameth.

Möglichst wenig Wasser schlucken
Wer Wasser schluckt, kann Krankheitserreger aufnehmen. Je weniger Wasser also beim Schwimmen, Planschen und Tauchen geschluckt wird, desto geringer ist das Infektionsrisiko. 

Nach Regen nicht in Flüssen baden
Besonders nach starken Regenfällen können Flüsse zu Keimschleudern werden: Zum einen spült der Regen die Gülle von landwirtschaftlichen Flächen in die Gewässer, zum anderen ist das Abwassersystem überfordert. Dann gelangt nicht ausreichend geklärtes Wasser in die Flüsse. „Am besten nur in Flüssen schwimmen, die als offizielles Badegewässer gekennzeichnet sind“, rät Christian Klameth.

Seen mit vielen Wasservögeln meiden
Der Kot von Enten und Gänsen verschmutzt das Wasser mit Bakterien, die zu Durchfall führen können. Deshalb sollten vor allem Seen mit besonders vielen Wasservögeln gemieden werden. Eine Gefahr können dort außerdem Zerkarien sein: Die Larven von Saugwürmern suchen sich eigentlich Enten als Wirte. Sie können sich aber auch in die Haut von Menschen bohren und an diesen Stellen Juckreiz und Quaddeln auslösen.

Multiresistente Keime: Vorsicht bei offenen Wunden
Die Gefahr, dass sich ein gesunder Badender in einem See mit multiresistenten Bakterien infiziert, ist extrem gering. Viele dieser Erreger können sich außerdem bei einem gesunden Menschen auf oder im Körper ansiedeln, ohne ihn krank zu machen. Hat jemand allerdings eine offene Wunde, steigt das Risiko einer Infektion. Betroffene sollten daher besonders vorsichtig sein.

Behörde informieren
Juckt oder brennt die Haut nach dem Baden, bilden sich Quaddeln oder treten andere Symptome auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Sind die Symptome eindeutig auf die Wasserqualität zurückzuführen, sollte die zuständige Behörde informiert werden (die Wasserbehörde von Hameln-Pyrmont und das Gesundheitsamt von Schaumburg).

Badekarte für das Weserbergland




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