weather-image
In diesen Bereichen wird im nächsten Jahr verstärkt geforscht und entwickelt

Das sind die Technologie-Trends 2018

Die Zukunft ist jetzt – oder zumindest im nächsten Jahr. Zwar gibt es noch keine fliegenden Autos, dafür selbstfahrende. Auch die Realität ist nicht mehr das, was sie einmal war – heutzutage ist sie virtuell und/oder erweitert. Ein Überblick über die Technologie-Trends des Jahres 2018.

veröffentlicht am 11.12.2017 um 17:09 Uhr
aktualisiert am 11.12.2017 um 18:10 Uhr

Noch hängt man mit der Virtual Reality-Brille am Kabel, das soll sich zukünftig ändern. Kommt die Virtuelle Realität damit aus ihrem Nischen-Dasein heraus? Foto: dpa

Autor:

Andrej Sokolow



Selbstfahrende Autos: Alle arbeiten an Roboterwagen – Autobauer, Branchenzulieferer, Technologiekonzerne wie Alphabet und Apple, Fahrdienst-Vermittler wie Uber und kaum bekannte Start-ups. Zwischen den vielen Playern ist ein Wettlauf um die Neugestaltung des riesigen Marktes entbrannt, bei der die Mobilität und die Städteplanung umgekrempelt werden. Bevor um das Jahr 2020 herum autonom fahrende Autos regulär auf die Straßen kommen, wird sich 2018 abzeichnen, wer von ihnen die Nase im Rennen um die Zukunft vorn hat.
Augmented Reality: Unter anderem Apple schwört auf die Technologie der sogenannten Erweiterten Realität (Augmented Reality), bei der virtuelle Inhalte auf dem Display in reale Umgebungen integriert werden. Der iPhone-Konzern will mit der Plattform ARKit App-Entwicklern die Möglichkeit geben, die Technik ohne viel Aufwand in ihre Apps zu integrieren. Zunächst geht es um Spiele sowie Anwendungen zum Lernen oder für den Beruf. Apple-Chef Tim Cook zeigt sich überzeugt, dass Augmented Reality genauso weltverändernd werden könnte wie das Smartphone. Auch Google will seine Android-Plattform für Erweiterte Realität fit machen.


Virtuelle Realität: Facebook mit seinem Zukauf Oculus und der Smartphone-Spezialist HTC haben groß auf die Technik gewettet, bei der Nutzer mit einer Spezialbrille auf dem Kopf komplett in virtuelle Welten eintauchen können. Der schnelle Boom blieb jedoch bisher aus: Der zunächst hohe Preis der Headsets, die hohen Anforderungen an dazugehörige Computer und das oft noch grobkörnige Bild schreckten Käufer ab. 2017 purzelten die Preise, Oculus und HTC planen zudem günstigere Brillen, die ohne eine Kabelverbindung zum PC auskommen sollen. Im kommenden Jahr 2018 wird sich zeigen, ob VR damit attraktiver für die Käufer wird.


Elektrisch fliegen: Strombetriebene Fluggeräte waren zunächst nur etwas für Start-ups, die so etwas wie Riesen-Drohnen für ein, zwei Passagiere bauten. Doch inzwischen wirkt die Idee eines leisen Flugzeugs, das keine Tonnen an Kerosin verbrennt, nicht mehr wie Science-Fiction. Das deutsche Start-up Lilium testete ein Kleinflugzeug, bei dem 36 Elektromotoren in den Tragflächen stecken, die die Maschine mit einer Akku-Ladung in einer Stunde 300 Kilometer weit bringen sollen. Und Airbus entwickelt ein Flugzeug, bei dem aus Gas erzeugter Strom die Motoren antreiben soll.

Wird Google Vorreiter bei Roboter-Autos? Foto: dpa
  • Wird Google Vorreiter bei Roboter-Autos? Foto: dpa


Digitale Assistenten: Apple spielte ab 2011 – wenn auch oft eher holperig – den Wegbereiter mit Siri. Amazon etablierte dann mit der Alexa-Software in seinen „Echo“-Geräten praktisch im Alleingang die Kategorie vernetzter Lautsprecher mit eingebauten digitalen Assistenten. Der Google Assistant setzt auf die künstliche Intelligenz des Konzerns und das Wissen über die Nutzer. Inzwischen geht es darum, die Menschen permanent durch den Alltag zu begleiten. Im nächsten Jahr wird sich der Kampf der Anbieter um die Gunst der Nutzer weiter verschärfen.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare