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Wie die norwegische Jugendserie „Skam“ die Welt erobert

Ganz nah am richtigen Leben

Innerhalb von drei Staffeln hat die norwegische Serie „Skam“ es seit Herbst 2015 zu einem der erfolgreichsten Programme Norwegens gebracht und begeistert inzwischen Fans weltweit. Das Geheimnis liegt in der Echtheit der Serie – und in der Art und Weise, wie sie veröffentlicht wird.

veröffentlicht am 23.01.2017 um 19:20 Uhr
aktualisiert am 27.01.2017 um 17:26 Uhr

Noora, Vilde, Sana, Chris und Eva schlagen sich in „Skam“ mit den Problemen des Teenageralltags herum. Foto: NRK
Michael Zimmermann

Autor

Michael Zimmermann Volontär zur Autorenseite

Eva (Lisa Teige) ist gerade in die Oberstufe einer Osloer Schule gekommen, und ziemlich einsam. Viele Vertraute hat sie nicht, außer ihrem Freund Jonas (Marlon Valdés Langeland) und dessen Kumpel Isak (Tarjei Sandvik Moe). Aus irgendeinem Grund reden ihre alten Freundinnen nicht mehr mit ihr. Zeit, sich neue zu besorgen und das triste Leben in die eigene Hand zu nehmen – bis zum Schulabschluss sind es schließlich noch drei ganze Jahre. Zusammen mit ihren neuen Mitstreiterinnen Chris (Ina Svenningsdal), Sana (Iman Meskini), Vilde (Ulrikke Falch) und Noora (Josefine Frida Pettersen) navigiert sie sich durch Partys, Liebeskummer und den Versuch, in der Schulhierarchie aufzusteigen.

Was nur nach einer weiteren Teenager-Serie klingt, wird in internationalen Medien schon als „Zukunft des Fernsehens“ gefeiert. Innerhalb von drei Staffeln hat die norwegische Serie „Skam“ (norwegisch für „Scham“) es seit Herbst 2015 zu einem der erfolgreichsten Programme Norwegens gebracht und begeistert inzwischen Fans weltweit. Kein Wunder, dass Simon Fuller, immerhin Erfinder der Spice Girls und von „American Idol“ und Manager der Beckhams sich nun die Rechte an der Serie gesichert hat und mit „Shame“ eine eigene Version für den nordamerikanischen Markt produzieren will.

Veröffentlichung in "Echtzeit"

Vor allem, wie die Serie veröffentlicht wird, sorgt für Aufsehen: Auf einer eigenen Website gibt es täglich neues Futter für die Fans. Chatverläufe, Instagram-Posts und unterschiedlich lange Clips werden in Echtzeit auf die Seite gestellt – ohne Vorwarnung: Wenn eine Serienfigur Mittwochnacht um 4:11 Uhr wachliegt, wird die Szene dazu auch Mittwochnacht um 4:11 Uhr online gestellt. Jede der Hauptfiguren hat ein eigenes Instagram-Konto, das von der Redaktion entsprechend der Handlung gefüllt wird. Zusammen haben diese bereits mehr als 600 000 Follower. Das richtet Chaos in der Routine der Fans an: Sie schlagen sich die Nächte um die Ohren, aktualisieren ständig die Website, um zu schauen, ob sich etwas tut: Gibt es einen neuen Clip oder wenigstens eine Textnachricht? Die Grenze zwischen Fiktion und Realität verschwimmt. Diese Illusion wird noch dadurch verstärkt, dass die Schauspieler so gut wie keine Interviews geben, ihre Charaktere entwickeln ein eigenes Leben in den sozialen Netzwerken. „Wir laden die Zuschauer in eine Welt ein, in der sie sich rund um die Uhr aufhalten können“, sagt Ole Hedemann, Formatentwickler beim öffentlich-rechtlichen Norwegischen Rundfunk (NRK).

Frauenheld William und die feministische Noora stehen im Mittelpunkt der zweiten Staffel. Foto: NRK
  • Frauenheld William und die feministische Noora stehen im Mittelpunkt der zweiten Staffel. Foto: NRK
Even und Isak zogen Fans weltweit in der dritten Staffel in den Bann. Foto: NRK
  • Even und Isak zogen Fans weltweit in der dritten Staffel in den Bann. Foto: NRK
Sana muss sich als Muslima einiges anhören - hat sich mit ihrer Schlagfertigkeit aber zu einer der beliebtesten Figuren der Serien entwickelt. Foto: NRK
  • Sana muss sich als Muslima einiges anhören - hat sich mit ihrer Schlagfertigkeit aber zu einer der beliebtesten Figuren der Serien entwickelt. Foto: NRK

Für die Serie selbst wurde im Vorfeld nicht geworben. „Skam sollte etwas eigenes für die Jugendlichen sein, nicht etwas, das ihnen von den Eltern vorgeschlagen wird“, sagt Hedemann. „Die Jugendlichen sollen die Serie selbst entdecken und miteinander teilen.“ Mit Erfolg: In der ersten Woche verirrten sich gerade einmal 24 000 Nutzer auf die Website – die zweite Staffel im vergangenen Sommer sahen dann schon mehr als 1,3 Millionen, und das bei nur fünf Millionen Einwohnern im Land. Alle Episoden der ersten beiden Staffeln seien inzwischen mehr als eine Million mal gesehen worden, so Hademann, der auch dafür zuständig ist, dass ”Skam” in andere Länder verkauft wird. Für die dritte Staffel gebe es noch keine abschließenden Zahlen, im Dezember seien jedoch etwa 42 Prozent der Zugriffe aus Norwegen gekommen, 24 Prozent aus Dänemark und 23 Prozent aus Schweden. Die restlichen elf Prozent verteilten sich auf den Rest der Welt. Reguläre Fernsehzuschauer sind da noch nicht mitgezählt, geschweige denn die internationalen Abrufe bei Streamingplattformen.

Josephine Görander vom Schwedischen Fernsehen (SVT) ist daher überzeugt, dass in Zukunft viele versuchen werden, das Konzept zu koperen, "auch wenn es mit Sicherheit nicht zu jeder Fernsehserie passen wird." SVT produziert "Skam" seit der zweiten Staffel mit. In der Mediathek des Senders ist die Serie inzwischen das meistgestreamte Programm aller Zeiten: Seit dem Start im Dezember wurden die Folgen mehr als 20 Millionen mal gestartet.

Ursprünglich gedacht war die Serie für 16-Jährige norwegische Mädchen. Doch das Format kam so gut an, dass zuerst die skandinavischen Nachbarn, und dann eine stetig wachsende Fangemeinde auf der ganzen Welt „Skam“ für sich entdeckten. Zwar ist die Serie nur auf Norwegisch verfügbar, doch das internationale Publikum weiß sich zu helfen: Auf Tumblr und Youtube werden die Clips schon wenige Stunden nach der Veröffentlichung mit selbstgebauten englischen Untertiteln bereitgestellt. Selbst junge Chinesen liegen nächtelang wach und schauen die Serie auf illegalen Streamingseiten, anstatt sich auf wichtige Prüfungen vorzubereiten.

Echte Sorgen, echte Gefühle

Der zweite Erfolgsfaktor liegt in der Glaubwürdigkeit der Sendung. „Die Serie wird von Jugendlichen in Norwegen als extrem authentisch wahrgenommen“, berichtet Ole Hedemann. „Wir waren etwas überrascht, dass die Auffassung im Ausland genauso war.“ Alle Teenager weltweit würden mit den gleichen Themen wie Freundschaft, Beziehungen, Sex oder Alkohol kämpfen, sagt Josephine Görander. "'Skam' kann all das authentisch und vertrauenswürdig erzählen. Wenn wir mit den Jugendlichen ins Gespräch kommen und zuhören, wie sie mit ihren Problemen und ihrer Identität umgehen, können wir lernen, sie besser zu verstehen.“

Erwachsene kommen in der Serie nur am Rande vor: Hier der Oberkörper einer Lehrerin, dort der Telefonanruf des Vaters, ansonsten gibt es niemanden, der von oben herab belehren könnte. Der Rest findet im eigenen Kosmos statt. „Skam“ ist so nah an den Nutzern wie kaum ein Programm zuvor. Und ganz nah an den Figuren: Immer wieder geht die Kamera auf Tuchfühlung mit ihnen, zeigt in langen Einstellungen ohne jeden Schnitt jede Regung in ihren Gesichtern. Das ist nicht nur sehr emotional, sondern auch ideal, um die Clips auf dem Smartphone zu sehen – dem persönlichsten, dass die jugendlichen Nutzer besitzen, dem Begleiter durch den ganzen Tag. Viele Szenen zeigen alltägliche, unspektakuläre Handlungen, Unterhaltungen, Warteschlangen. Kleine, echte Momente.

Keine Zeit steckt so voller Gefühle wie die Teenagerzeit. Niemals wieder schlägt das Herz so heftig, niemals wieder macht man so viele Dummheiten. Vieles passiert zum allerersten Mal. „Skam“ schildert das Erwachsenwerden durch die Augen der Figuren. Jede Staffel widmet sich einem anderen Charakter aus der Serie und erzählt ausschließlich das, was dieser auch erlebt. Damit gibt es auch immer wieder einen neuen Blickwinkel auf die einzelnen Figuren. Sie ändern auch ihre Eigenschaften, da sie jetzt mit anderen Augen gesehen werden. Nach Evas Geschichte lässt sich die selbsbewusste Feministin Noora mit dem Schul-Playboy William (Thomas Hayes) auf eine turbulente Liebesgeschichte ein, in der dritten Staffel erlebt der Mädchenschwarm Isak sein Coming Out, als er sich in den zwei Jahre älteren Even (Henrik Holm) verliebt. Dass gerade die dritte Staffel weltweit besondere Resonanz findet, erklärt sich Ole Hedemann damit, dass besonders die LGBT-Communitys die Coming-Out-Geschichte von Isak in ihr Herz geschlossen habe.


Durch einen Schüleraustausch in Norwegen ist die Schleswig-Holsteinerin Jasna Waloch auf die Serie gestoßen. „Mich fasziniert, wie authentisch die Schauspieler und wie real die Probleme sind“, sagt sie. Im Gegensatz zu den aufgesetzten US-Serien sei „Skam“ glaubwürdig und realistisch. „Jugendliche können sich damit identifizieren“, meint die 19-Jährige. „Die Schauspieler sind auch wirklich im Schüleralter und nicht Ende 20 und machen auf Teenies.“ Sie selbst folgt einigen der Schauspieler auf Instagram und Twitter und schaut sich auch Fanvideos auf Youtube an. Obwohl ernste Themen wie Sex, Drogen, Depressionen, Religion, Rassismus, das Coming Out oder Vergewaltigung in der Serie angesprochen werden, kommt Skam nicht moralisierend daher. Die Jugendlichen haben Probleme, und die werden gezeigt – aber nicht bewertet. Die Probleme könnten auch so im wahren Leben auftreten, ist Jasna Waloch überzeugt, „und es gibt so gut wie immer eine Lösung in der Serie. Nichts wird beschönigt, die Figuren machen auch Fehler, aus denen man auch als Zuschauer lernen kann.“

Immer wieder schaffte es die Serie in den letzten anderthalb Jahren auch, Debatten in der norwegischen Gesellschaft anzustoßen: Als Noora in der Serie den Bruder ihres Freundes anzeigte, der sie erst betrunken machte und dann nackt fotografierte, bekam sie nicht nur offizielles Twitter-Lob von der norwegischen Polizei, gleichzeitig zeigten nach der Ausstrahlung auch mehr Mädchen als sonst sexuelle Übergriffe an. Bei ihrer Freundin Vilde deuteten sich Essstörungen an. Die Darstellerin redete offen über ihre eigenen Probleme damit und brachte das Thema wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit.


Ergebnis monatelanger Forschung

Der Realismus der Serie ist alles andere als Zufall: Bevor sie überhaupt mit dem Schreiben anfingen, forschten die Autorin und Regisseurin Julie Andem und die Social-Media-Redakteurin Mari Magnus intensiv, wie die 16-Jährigen von heute ticken. Sie befragten rund 200 Jugendliche in großen Runden und führten zusätzlich noch einmal lange Einzelinterviews mit etwa 50 jungen Menschen, besuchten Schulen und Jugendclubs und lasen alles, was zum Thema verfügbar war. „Zum Schluss wussten sie eine ganze Menge darüber, wie 16-Jährige denken, fühlen, reden und fluchen, welche Musik sie hören und wie sie Freundschaften aufbauen“, erzählt Ole Hedemann. 

Heraus kam vor allem, dass diese einen hohen Leistungsdruck empfinden und die Angst den Anforderungen nicht gerecht zu werden. „Daraus haben sie das Ziel des Projekts formuliert, auf dem die Drehbücher aufbauen: Tabus aufbrechen, zeigen, was es bringt, wenn man seine Ängste besiegt, und zu verstehen, wie zwischenmenschliche Beziehungen funktionieren.“ Sie wollten jungen Mädchen Werkzeuge in die Hand geben, darunter vor allem Humor und Selbstironie. Der Vorteil von NRK ist dabei, kein Geld verdienen und nicht auf die Quote schauen zu müssen und sich an eine eng definierte Zielgruppe wenden zu können. Die Macher hatten bereits Erfahrung mit Web-Serien: Mit ”Mia”, ”Sara” und ”Jenter” (”Mädchen”) war es schon in der Vergangenheit gelungen, eine jüngere Zielgruppe mit ”fiktiven Freunden“ zu erreichen.

Das klingt auf der einen Seite ziemlich berechnend. Auf der anderen Seite gehen die ehrlichen Bemühungen, die Zielgruppe zu verstehen, auf. „Skam“ ist immer auf der Seite der Jugendlichen, nimmt die Sorgen und Ängste des Teenagerlebens ernst. Die kleinen Peinlichkeiten und die großen Probleme. Die Altersgruppe der 16- bis 19-Jährigen wird so realistisch und solidarisch beschrieben, mit Humor und Respekt, dass auch Mittvierziger in die Vergangenheit blicken und sich wiedererkennen. Die Show spricht diejenigen an, die sich an ihre Teenagerzeit erinnern, genauso wie diejenigen, die sie jetzt erleben.

„Skam ist ein tolles Beispiel dafür, wie gut die Macher ihre Zielgruppe kennen“, sagt Steffen Raastrup, Senderchef bei DR3, dem dänischen Sender, auf dem die Serie ebenfalls läuft. „Innovative crossmediale Veröffentlichung und großartiges Handwerk bei Drehbuch, Regie und Schauspiel haben eine Sendung geschaffen, die nicht nur über Ländergrenzen sondern auch über Altersgruppen hinaus wirkt.“ Schon vor der Ausstrahlung bei DR3 im Dezember entstand in Dänemark ein Kult um die Serie und alles, was norwegisch ist. Zehntausende organisierten sich in Fangruppen bei Facebook, es gab Mottoparties und gemeinsame Serienabende. Die Hartvig-Nissen-Schule in Oslo wurde regelmäßig von dänischen Pilgern belagert, die sehen wollten, wo ihre Lieblingsserie spielt.

Ein Konzept, dem man sich nur schwer entziehen kann

Eigentlich gehört auch Andrea Sievers nicht zur Zielgruppe von "Skam". Die Zeit zwischen 14 und 19 sei „wahnsinnig wichtig“, findet die Hamburgerin, die ihre Jugend auch in der Serie gespiegelt sieht. Das Kommunikationsverhalten habe sich zwar verändert, Jugendliche hätten heute andere Formen, sich darzustellen, in den Themen und der Lebenswirklichkeit habe sie sich aber „total wiedergefunden“. Diese seien über Generationen hinweg kennzeichnend für diese Phase.

Die 42-jährige Medienpädagogin arbeitet zwar viel mit Jugendlichen, ist aber eher durch Zufall auf die Serie gekommen, wie sie sagt. Weil sie sich für Skandinavien interessiert, habe sie im Vorfeld viel darüber gelesen. Zuerst sei sie gar nicht so ergriffen gewesen, erzählt sie, schließlich sei es ja eine Jugendserie. Doch nach und nach habe sie den Charme der Serie für sich entdeckt. Nachdem sie immer freitags die fertigen Folgen schaute, habe sie auch das Paralleluniversum auf der zugehörigen Website entdeckt. Sie selbst habe jeden Tag die Seite aktualisiert und gewartet, dass etwas passiert, gibt Sievers zu. „Man kann sich diesem genialen Konzept nur schwer entziehen.“  Plötzlich gerate man in diese Welt, die Handlung wird Teil der eigenen Realität. „Als Isak tagelang auf eine Antwort von Even wartete, da habe ich mitgewartet.“ Sie sei in die Gefühle der Figuren mit reingezogen worden. Und schließlich sei auch die Einbindung der Zuschauer etwas Besonderes: Sekunden nach der Veröffentlichung eines neuen Elements sprudelt die Kommentarspalte über: Die Nutzer analysieren, tauschen eigene Erfahrungen aus, sprechen sich auch gegenseitig Mut zu. „Man hat auch das Gefühl, dass Julie Andem einige der Kommentare und Fan-Wünsche aufgreift.“

Der offene Umgang mit dem Alltag vieler Teenager hat noch im letzten Jahr viele Interessenten abgeschreckt. Es werde zu viel getrunken, war eine der Gründe dafür, dass das Format damals keine Abnehmer fand. Ein anderes Problem war sicher auch das Wagnis, auf ein Programm zu setzen, dass sich nicht so einfach in Sendepläne pressen lässt. Dabei ist „Skam“ ein Low-Budget-Projekt. Bisher ist die Serie nur in die Skandinavischen Länder verkauft, „aber wir verhandeln mit einer Reihe von Interessenten sowohl für unsere Serie als auch für die Remake-Rechte und rechnen mit einer Menge Neuigkeiten in der nächsten Zeit“, berichtet Ole Hedemann. Vorher müssten allerdings vor allem noch Fragen zu den Musikrechten geklärt werden – diese hatten zuletzt dafür gesorgt, dass NRK den Zugang aus dem Ausland sperren musste.

Dass der Hype um „Skam“ schnell wieder vergeht, glaubt Andrea Sievers nicht. Vielleicht entwickele nicht jede Staffel einen solchen Sog wie zuletzt die dritte, die auch von der „unglaublichen Schauspielerleistung“ des Hauptdarstellers gelebt habe – bis zum Sommer 2018, wenn also die Schüler ihren Abschluss in der Tasche haben, möchte sie sie aber schon noch begleiten. „Vielleicht muss man dann einen Punkt setzen.“ Vorher will sie aber noch ihr Umfeld von der Serie überzeugen, die im Frühjahr in die vierte Staffel geht. Wann, und vor allem mit welcher Hauptfigur, ist im Moment noch geheim.

Homepage von „Skam“




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